Back Down to Earth

[Buchrezension] Najaden: Das Siegel des Meeres - Heike Knauber

Vor Schmerz stockte Sayaf der Atem. Die Fingerspitze, mit der sie an seinem Arm aufwärtsstrich, hinterließ ein Sengen, als triebe sie glühenden Stahl durch sein Fleisch.
"Ihr habt keine Ahnung, mit welchen Mächten ich im Bunde stehe."
Doch, die hatte er. Sie gab ihm gerade eine Kostprobe davon. Mit zusammengebissenen Zähnen sah er auf die dünne Brandspur, die sie mit ihrem Finger auf seiner Haut hinterließ.
Unerwartet packte sie ihn am Arm, und er musste sich zwingen, sie nicht von sich zu stoßen, sondern ihr gelassen in die jadegrünen Schlangenaugen zu sehen. "Wenn meiner Tochter bei Eurem Bruder ein Leid erfährt, wird ganz Aššu dafür brennen. Vergesst nicht, Eurem Vater das von mir auszurichten."

INHALT
Die junge Meliaé muss mit ansehen, wie vor ihren Augen ihre Mutter getötet wird - auf Befehl des Heeresfürsten Khayam, Erbe des Sultans, der gemeinsam mit seinem Bruder Abu Sayaf  nach dem Siegel des Meeres sucht. Denn dieses soll ihr Land Aššu vor prophezeiten dem Untergang bewahrenl. Was die beiden noch nicht ahnen: Meliaé selbst ist dieses Siegel. Und bevor sie ihrer habhaft werden können, entschwindet sie in das sagenumwobene Land der Najaden, wo sie ihre Fähigkeiten erlernen soll. Aber Sayaf ist weiter auf der Suche nach ihr - denn nicht nur trägt sie die Rettung seines Reiches in sich, er hat sich auch mit Haut und Haar in sie verliebt.

MEINE MEINUNG
Mythen und Sagen - faszinierende Geschichten, die uns in fremde Länder mit fremden Sitten entführen. Genau davon hat sich Heike Knauber für "Najaden" inspirieren lassen und eine orientalisch angehauchte Welt voller Magie und Zauber, aber auch voller Ungerechtigkeit und Gewalt geschaffen. Tatsächlich lernt man von den Reichen aber nur relativ wenig kennen - einmal Najadís, eine Feuerinsel, und dann noch Aššu selbst, die Heimat der beiden Heeresfürsten. Dazwischen befinden sich die Hauptfiguren meistens auf Schiffen und bekommen relativ wenig von der Außenwelt mit, was schade ist. Erzählt wird die ganze Geschichte größtenteils aus der personalen Sicht der Protagonistin, aber auch Gegenspieler und Wegbegleiter kommen teilweise zu Wort.

Meliaés Familie wurde zerstört und sie selbst von Abu Sayaf entführt, einem Sohn des Sultans, der für ihr Schicksal verantwortlich ist. Ihren Hass kann man daher sehr gut nachvollziehen, ebenso wie ihre Weigerung, irgendetwas für diesen Mann zu tun. Allerdings bleibt sie sich selbst und ihrer Abneigung nur dann treu, wenn es gerade in die Geschichte passt. Mal fühlt sie sich zu Sayaf hingezogen, dann unternimmt sie alles, um sich an ihm und seiner Familie zu rächen - ihre Sprunghaftigkeit hat mich doch sehr irritiert. Nicht so sehr allerdings wie der Aspekt, dass sie sich im Laufe der Handlung zweimal zu äußerst brutalen, mörderischen und teilweise vergewaltigenden Männern hingezogen fühlt, was so gar nicht zu ihrer sonstigen Kratzbürstigkeit passt. Abu Sayaf ist für mich jedenfalls kein Traummann - es wird zwar versucht, ihm Hintergrund und Motiv für seine Taten zu geben, das lässt aber nicht vergessen, dass er Meliaé entführt, gegen ihren Willen küsst und tatsächlich auch schlägt. Mich interessiert in dieser Hinsicht auch nicht, dass das andere Sitten und Bräuche sind, in denen Frauen weniger Wert haben. Ein gewalttätiger Mann ist kein guter Mann. 

Davon abgesehen weiß die Idee durchaus zu gefallen: Meliaé ist also, ohne ihr Wissen, das Siegel des Meeres und eine Najade, sie kann sich demnach in eine Schlange verwandeln. Ihre Veränderung vom Unglauben über ihre Herkunft zum mühelosen Gebieten über ihre Fähigkeiten bekommt man allerdings gar nicht mit, weil hier einfach 4 Jahre in die Zukunft gesprungen wird. Das fand ich sehr schade, weil doch vor allem die Feuerinsel mit ihren Bewohnern und Wäldern ein faszinierendes Setting ist. Stattdessen verbringen die Charaktere also weiter viel Zeit auf Schiffen und dann in staubigen Wüsten - aber für solche Umgebungen sind die Menschen alle...seltsam hellhäutig. Zudem fehlten mir so einige Erklärungen: Welchen Sinn etwa hat es, dass einige Bewohner von Aššu sich zu Schakalen mit aufrechtem Gang verwandeln können? Welche Vorteile hat dies und woher kommt die Fähigkeit? Auf solche Fragen gibt es leider nie Antworten. Dafür sind die letzten 200 Seiten ausnehmend spannend - es treten weitere magische Wesen auf, es kommt zu Kämpfen und überraschenden Wendungen. Und auch wenn der Schluss zu erwarten war, bildet er einen runden Abschluss, trotz der vorherigen Mängel. 

FAZIT 
Heike Knaubers "Najaden: Das Siegel des Meeres" lebt von einer tollen Idee und faszinierenden Schauplätzen, die allerdings teilweise zu wenig genutzt werden. Der Liebesgeschichte und den beiden Protagonisten konnte ich leider wenig abgewinnen, und insbesondere die manchmal fehlenden Erklärungen stören. Dafür kommt am Ende immerhin richtig Spannung auf. 3 Punkte.

https://www.randomhouse.de/Paperback/Najaden-Das-Siegel-des-Meeres/Heike-Knauber/Blanvalet-Taschenbuch/e522804.rhd#biblios

[ETC] Rock am Ring 2018: Was war das bitte für ein saugeiles Wetter?

Ich glaube nicht, dass ich es hier irgendwann schon einmal erwähnt habe (vermutlich gab es keinen Anlass), aber ich hasse es zu zelten. Ich hasse es wirklich. Keine sanitären Anlagen in unmittelbarer Nähe, Duschen ist größtenteils ein Wunschtraum und das Essen ist einseitig und meistens eher fad.

Trotzdem war ich Anfang Juni auf meinem ersten Festival überhaupt. Was wird das hier also? Der Bericht einer Rockmusik-liebenden und Zelten-hassenden Person, die mit ihren 1,60m in den meisten Fällen zu klein ist, etwas zu sehen, wenn andere Menschen vor ihr stehen. Rate ich euch also davon ab, ein Festival zu besuchen? Natürlich nicht.

Die Anreise 

Ein Tipp: Leiht euch kein Auto, von dem ihr nicht wisst, in welchem Zustand es ist. Logisch eigentlich - kann man trotzdem erwähnen. Die Freundin, die den Wagen bekommen hat, musste leider noch Freitagmorgen in die Werkstatt, um das Abblendlicht austauschen zu lassen - und so haben wir uns erst mit zwei Stunden Verspätung in Köln getroffen. Ankunft auf dem Gelände also: Um 17 Uhr. Die erste Band, die ich sehen wollte - The Night Game - spielte da schon.

Man rate, welches unser Auto war...
Also haben wir erst einmal unsere Bändchen geholt, uns durch die Menge gekämpft und umgeschaut, bevor wir unseren ganzen Kladderadatsch vom Parkhaus zum Green Camping schleppten. Aufbau des Zeltes: Um 21:30 Uhr. Genial. Einen Vorteil hatte es: Bis dahin hatte es aufgehört zu regnen und wir konnten die restlichen (zwei) Bands wunderbar genießen.

Das Line-Up

 
Dieses Jahr haben viele gemotzt. Erstaunlicherweise waren für mich aber so einige Künstler dabei, die ich schon immer live sehen wollte. Shinedown, Avenged Sevenfold, Marylin Manson, Muse, Rise Against - eine ziemlich gesunde Mischung, bei der für jeden etwas dabei ist. Außerdem ist es natürlich immer möglich, von einer Stage zur nächsten zu wandern und so Unbekanntes zu entdecken - das ist uns jedenfalls mehrmals so gegangen. Und wenn Leerlauf ist, hat man immerhin Zeit, mal ein paar Nüsse zu essen.

Das Zelten

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Zelten hasse? Ich denke, ich kann es nicht oft genug wiederholen. Nachts ist es unangenehm kühl, aber sobald am Morgen die Sonne auf den Stoff scheint, verwandelt sich die Behausung in eine Sauna - das ist doch Mist. Wer das freiwillig macht, ist mir schon mal von grundauf suspekt. Da wir jede Nacht erst gegen 03:30 am Zelt waren, blieben uns also nicht mehr als 4 Stunden Schlaf, bevor uns Lautstärke und Hitze aus dem Schlaf rissen. Aber Müdigkeit gehört bei Festivals dazu.

Nur eine mobile Dusche, die würde ich mir persönlich wünschen, dann wäre das Ganze auch direkt angenehmer. 3 Euro für eine Dusche ohne Vorhang (aber immerhin mit Spiegeln und Föhns) sind ein Luxus, den wir uns auch nur einmal gegönnt haben. Ansonsten muss mit Katzenwäsche vorlieb genommen werden - die anderen riechen schließlich auch nicht besser. 

Hinzu kommen natürlich die endlos langen Fußmärsche. Eine halbe Stunde zum Festivalgelände, eine halbe Stunde zurück zum Zeltplatz...Mein tägliches Ziel von 10.000 Schritten habe ich jeden Tag weit übertroffen. Da musste man sich zwischenzeitlich irgendwann einfach mal irgendwo auf den Boden setzen, um ausruhen zu können. Zum Glück war ja wenigstens das Wetter der Wahnsinn mit lauschigen 20 Grad, sodass man es sich gut gehen lassen konnte.


Der Freitag

An diesem Tag (bzw. eher Abend, wenn man unsere Ankunft bedenkt) war das Programm für mich eher schwach, mit wenig hartem Rock und 30 Seconds to Mars, die ich sehr langweilig finde. Eins muss man Jared Leto aber lassen: Entertainen kann er. Musikalisch war das Ganze allerdings eher mäßig. So richtig gut wurde es dementsprechend also erst um 01:15 in der Nacht auf Samstag, als Marylin Manson auf der Crater Stage auftrat und zwar weniger skurril war als erwartet, dafür aber genau die richtigen Songs gespielt hat. Da wir nicht so früh da waren wie geplant, sind wir in der Nacht noch dem Moshpit entgangen - was man von den folgenden Tagen nicht sagen kann.

Der Samstag

An diesem Tag waren wir deutlich erfolgreicher. Bei Nothing More und The Maine waren wir jeweils zufällig und glücklicherweise an den Stages und haben die Programme mitgenommen - was sich sehr gelohnt hat. Die ersten wichtigen Bands war aber Black Stone Cherry, gefolgt von, natürlich, Shinedown, die eine richtig gute Show abgeliefert haben - bei der wir im ersten Moshpit des Tages gelandet sind. Mit meiner bescheidenen Größe traue ich mich nicht dort hinein, um nicht nieder getrampelt zu werden, aber ich liebe es, der wilden Menge zuzuschauen. Abgesehen von den vielen Crowdsurfern - irgendwann nervt es einfach, ständig aufzupassen, dass einem niemand auf den Kopf fällt -, war es ein geniales Erlebnis, die Band live zu sehen.



Nach einem Snack haben wir uns dann das Ende von Snow Patrol angeschaut, um rechtzeitig bei Muse sein zu können, und das war eine gute Entscheidung: Matt hat zwar ausnehmend wenig mit den Fans gesprochen, muss man leider sagen, dafür hat die Band aber eine großartige Show abgeliefert mit vielen rockigen Liedern, aber auch zwei Akustik-Versionen. 


Das Highlight des Abends hat jedoch erneut auf der Crater Stage stattgefunden, an der wir sowieso den Großteil der Tage verbracht haben. Heavy Metal-Band Avenged Sevenfold durfte ich dort nämlich zum ersten Mal live erleben und es war der W-A-H-N-S-I-N-N. Wir haben natürlich den Fehler begangen, uns in die 7. Reihe vorzuarbeiten, nicht ahnend, dass es dort keinen Moshpit geben, sondern dass einfach alles ein Moshpit sein würde. Dementsprechend mussten wir leider von einem netten Festival-Besucher gerettet werden, als meine Freundin zum zweiten Mal drohte unterzugehen. Glück für uns: Etwas weiter hinten durften wir dann ein komplettes Lied auf den Schultern erleben und der Ausblick war großartig. 



Der Sonntag

Am Sonntag ging es später als am vorherigen Tag so richtig für uns los. Ursprünglich wollten wir uns noch PVRIS anschauen, aber da wir Probleme mit dem Auto hatten, waren wir erst zu Good Charlotte richtig dabei, die uns allerdings nicht großartig umgehauen haben. Wichtiger war uns natürlich sowieso Rise Angainst danach, wo es erneut ziemlich heftig zu ging - sodass wir uns innerhalb der ersten 10 Minuten in der Masse verloren. 



Und uns erst drei Stunden später, nach den Foo Fighters, wiederfanden. Die Band habe ich also allein erlebt - und auch so war es ein tolles Gefühl. Trotz von einer Erkältung angegriffener Stimme hat Dave Grohl über 2 Stunden durchgehalten, die Jungs haben improvisiert, gescherzt und Erinnerungen geteilt - genau so fühlt man sich als Zuschauer ernst genommen.

Zum Abschluss konnten wir dann noch - wieder vereint - die Gorillaz genießen, die auch mit vielen unbekannten Songs mitreißen konnten - und als dann endlich Feel Good kam, war sowieso niemand mehr zu halten.

Das Fazit

Es lässt sich nicht leugnen: Rock am Ring ist ziemlich teuer geworden, vor allem durch das viele Allerlei, für das man zahlen muss. Andererseits muss man auch sagen, dass für die 180 € für das Festival-Ticket (2. Preisstufe) und die 50€ für das Camping-Ticket 5 Übernachtungen und knapp 80 Bands drin sind. Wer die Musikrichtungen mag, wird seinen Spaß haben. Vor allem erlebt man größtenteils ein Gefühl der Einheit: In der Schlange für die Toiletten entstehen tiefschürfende Gespräche, auf dem Zeltplatz lauscht man den Kommentaren der Mitcamper und Free Hugs gibt es immer und überall. Und schon für das Feeling lohnt es sich dann eigentlich doch. 

Habt ihr schon ein Festival besucht?
  

[Buchrezension] Das Finkenmädchen - Nicole Trope

Es macht mir nichts aus, Fettkloß genannt zu werden. Ein Fettkloß ist da, das weiß man. Man kann nicht so tun, als wäre er nicht da. Als ich leicht und klein war, gab es viele Dinge, die mir Angst machten. Jetzt bin ich ein Fettkloß, und manchmal haben die Leute Angst vor mir. 
Ich frage mich, wovor sie wohl Angst hatte. Ich frage mich, ob sie vor ihm Angst hatte. Ich frage mich, ob sie Angst hat, hierherzukommen. 
Es ist sowieso nicht wichtig. Es interessiert mich nicht, was sie denkt und fühlt. Es interessiert mich nicht, was sie getan hat oder nicht. 
Das Einzige, was mich interessiert, ist, was ich ihr antun werde.

INHALT
Felicity hätte nicht gedacht, dass sie ihre ehemalige Nachbarin Rose noch einmal wiedersehen würde - erst recht nicht, seit sie eine Gefängnisstrafe absitzen muss. Doch dann begeht eben jene Rose, Ehefrau eines bekannten Moderators, selbst eine unverzeihliche Tat und  landet am selben Ort wie Felicity. Diese kann ihr Glück kaum fassen, denn endlich ist sie ihrer Rache näher. Rache, weil Rose damals, in ihrer Kindheit, einfach weggeschaut hat. Weil sie ihr nicht geholfen hat. Und weil sie zugelassen hat, dass Felicitys Leben zerstört wird...

MEINE MEINUNG
Die australische Autorin Nicole Trope ist auf ihrem Heimatkontinent sehr bekannt - bekannt vor allem für ihre Familiendramen, die wichtige und oftmals aktuelle Themen ansprechen. Trotzdem wäre beim "Finkenmädchen" wohl angebracht, im Vorhinein zu sagen, worum es genau geht: Um Kindesmissbrauch nämlich. Damit wird nicht groß gespoilert, weil diese Information recht früh Einfluss findet, aber um Leser nicht zu triggern, wäre hier eigentlich prinzipiell der Verlag in der Pflicht, dies deutlich zu machen. Erzählt wird der Roman aus den zwei Perspektiven von Rose und Felicity. Diese werden nicht mit Namen abgegrenzt, wechseln sich aber ab, und weil die Autorin auf beeindruckende Weise mit Sprachmustern und Beschreibungen arbeitet, ist immer direkt klar, wer von beiden gerade zu Wort kommt.

Rose ist die Ehefrau eines bekannten Moderators des australischen Fernsehens und lebt seit Jahren in Reichtum und ohne Sorgen. Doch etwas ist passiert. Etwas, das zum Tod ihres Mannes geführt hat und dazu, dass sie nun eine dreijährige Gefängnisstrafe absitzen muss. Es wird schon nach wenigen Seiten klar, dass sie etwas zu verbergen hat - dass sie vor allem ein Geheimnis ihres Mannes zu verbergen hat -, aber es braucht lange, bis sie sich ihre Fehler, ihre Zweifel und Ängste endlich eingesteht. Bis dahin gibt sie einen Einblick in ihr Leben, das sie komplett ihrer Familie gewidmet hat, und ihre Persönlichkeit, die sich nie richtig entwickeln konnte. Felicity ist etwa 30 Jahre jünger und hat als Kind neben Rose und ihrer Familie gelebt. Sie ist schon von Geburt an langsamer als andere ihres Alters, ist dafür aber eine ruhige Zuhörerin und seit einigen Jahren auch liebende und hingebungsvolle Mutter. Nur ihre Vergangenheit lässt sie nicht los. Einerseits will sie für ihre Tochter da sein, andererseits ist sie getrieben von Hass und den Verletzungen frühen Missbrauchs - was sie auf einen gefährlichen Pfad führt.

Beide Erzählerinnen haben denselben Bekanntenkreis, weshalb man durch ihre Augen die Nebenfiguren gut kennen lernt. Insbesondere Roses Mann - den sie anfangs vor allem als perfekt darstellt. Schnell jedoch wird klar, dass sie, die diesen Mann mit 16 Jahren geheiratet hat, nie die Chance bekam, sich zu einer eigenständigen Person zu entwickeln. Durch die schiere Abneigung, die man ihm bald entgegen bringt, versteht man auch Felicity immer besser. Die ganze Handlung hat wenige große Überraschungen und besteht größtenteils aus Rückblicken auf die letzen 20 bis 30 Jahre für beide Frauen, in denen sich insbesondere Rose des Öfteren wiederholt. Die Ereignisse sind jedoch erschreckend und bedrückend, trotz fehlender wirklich detailreicher Beschreibungen auch definitiv nichts für schwache Nerven. Nachdem sich die Autorin viel Zeit gelassen hat, um Situation und Figuren zu etablieren und den Leser in den Bann zu ziehen, wird die Handlung am Ende leider etwas zu schnell, etwas zu einfach abgehandelt. Davon abgesehen ist der Schluss jedoch passend gewählt, um beiden Protagonisten einen gebührenden Abschluss zu geben.

FAZIT 
Nicole Trope greift in "Das Finkenmädchen" ein wichtiges, leider immer aktuelles und betroffen machendes Thema auf - eine Triggerwarnung wäre bei Kindesmissbrauch aber wohl angebracht. Teilweise hat das Ganze ein paar zu viele Längen, um dann zum Schluss gehetzt zu wirken, davon abgesehen wird das Ganze aber sensibel und authentisch angegangen. Gute 3,5 Punkte.

 
https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/frauenromane/das-finkenmaedchen/id_5684476

[Statistik] Monatsrückblick Mai

Da habe ich mich im April so damit gerühmt, eine Menge gelesen und geschaut zu haben - und dann ging das alles im Mai schon wieder den Bach hinunter. Ich hatte einfach zu viel zu tun und bin ganz oft zu nichts gekommen. Außerdem musste ich mich auf das diesjährige Rock am Ring vorbereiten (ein Bericht wird folgen!), da war meine Konzentration sowieso dahin.

#Gelesen im Mai: 4 Bücher

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1. Only Human von Sylvain Neuvel [gute 4*]
2. Fallende Stadt von Lauren DeStefano [gute 3,5*]
3. Das Finkenmädchen von Nicole Trope [knappe 4*] - Rezension folgt
4. Zeitenfeuer von Michael J. Sullivan [4,5*

Gelesene Seiten: 1743
Durchschnittliche Seitenzahl pro Buch: ca. 436
 Gelesene Seiten pro Tag: etwa 56
Durchschnittsbewertung: 4*

Die Anzahl der Bücher ist also wieder gesunken - dafür kann ich die beste Durchschnittsbewertung des Jahres verzeichnen. Da ich mit "Only Human" und "Zeitenfeuer" aber auch zwei Reihen weitergelesen habe, die ich bereits großartig fand, kommt das nicht sonderlich überraschend. Beide kann ich nur empfehlen!

 # Geschaut im Mai: 2 Kinofilme

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1. Avengers: Infinity War [knappe 3,5*] - Kurzspot folgt
2. Deadpool 2  [4*] - Rezension folgt

Durchschnittsbewertung: 3,75*

Großes Entsetzen überall: Im Gegensatz zu so ungefähr ALLEN anderen fand ich "Infinity War" jetzt nicht so großartig. Ich hatte das Gefühl, den ganzen Film hätte man sich sparen können, der nächste hätte wahrscheinlich gereicht - es bleibt ja eh nichts permanent. Da hat mir "Deadpool 2" schon besser gefallen, auch wenn der dafür das "Women in Refrigerators"-Problem hat. Immerhin legt er den Grundstein für die X-Force, auf die ich mich schon freue.

# Gesuchtet im Mai: 4 Serien

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1. Preacher: Staffel 1, Folgen 7-10 & Staffel 2, Folgen 1-2 [4*]
2. Tote Mädchen lügen nicht: Staffel 1, Folgen 1-6 [knappe 3,5*]
3. Avatar: Staffel 1 & 2 [4,5*]
4. The Rain: Staffel 1, Folge 1 [2*] 

Ebenso wie mit den Büchern bin ich auch mit den Serien nicht so wirklich voran gekommen. Sowieso bin ich grade anscheinend in einer Phase, in der ich alte Serien lieber noch einmal schaue, als mich neuen zu widmen - siehe "Avatar", die immer noch so toll ist wie beim ersten Mal. "Preacher" schaue ich endlich weiter (und weiß jedes Mal wieder nicht, warum ich zwischendurch so lange Pausen mache), ebenso wie "Tote Mädchen lügen nicht", wo mich Clay aber mal wieder so aufregt, dass ich momentan nicht weiterschauen kann. Außerdem hatte ich Anfang des Monats "The Rain" angefangen und dann direkt wieder abgebrochen - hätte ich noch einmal "Vati" hören müssen, ich hätte irgendetwas nach dem Fernseher geworfen.
  
# Neuzugänge im Mai: 0 Bücher

HELL YES! Wenigstens ein Ziel, das geklappt hat...

--

Wie gut, dass im Juni fast nichts anläuft, das mich wirklich interessiert, denn ich werde bei dem schönen Wetter wahrscheinlich sowieso nicht großartig Zeit dafür haben. Einen oder zwei davon würde ich aber ganz gern anschauen.

Jurassic World 2 - Das gefallene KönigreichGoodbye Christopher RobinHereditary - Das VermächtnisAm StrandOcean’s 8Love, Simon

Will ich auf jeden Fall sehen: "Love, Simon" ist die Verfilmung von "Wir in drei Worten", das ich leider noch nicht gelesen habe (Asche auf mein Haupt). Habe ich aber noch vor! Außerdem sieht "Ocean's 8" wirklich klasse aus, da bin ich sehr gespannt.

Will ich vielleicht sehen: Den ersten "Jurassic World" mochte ich ziemlich gern, weil sehr kurzweilig, mal sehen, ob es die Fortsetzung im Kino oder zuhause wird. Außerdem sehe ich mir ja gern die Saiorse Ronan an, von daher interessiert mich auch "Am Strand".

Will ich nicht (im Kino) sehen: Ich bin ein Schisser, daher wird "Hereditary" natürlich never, ever im Kino gesehen. Aber die Story interessiert mich. Wahrscheinlich lese ich im Endeffekt die Zusammenfassung auf Wikipedia. "Goodbye Christopher Robin" ist einer von zwei Winnie the Pooh-Filmen des Jahres (wenn es hier auch mehr um den Autor geht), was ich super schön finde - DVD reicht aber wahrscheinlich.

Was erwartet ihr euch vom Juni?


[Buchrezension] The First Empire: Zeitenfeuer - Michael J. Sullivan

"Warum sind wir hier?", fragte Flut. "Was sollen wir tun?"
"Bleibt einfach da stehen."
Das Geräusch war nun so laut, dass Persephone es spüren konnte wie das Kreischen eines Schleifsteins. Über ihnen begannen die Stalaktiten zu zittern und wie ein Windspiel zu klirren. Einer fiel herab und zersplitterte auf dem Pfad vor ihnen. Zwei weitere lösten sich und krachten mit solcher Wucht herab, dass Persephone und die anderen hastig zur Seite sprangen.
Dann explodierte der hintere Teil der Höhle.

INHALT
Die Menschen haben herausgefunden, dass die Fhrey, die sie immer als Götter verehrt haben, gar keine Götter sind - sie können es nicht sein, denn ein einfacher Mann hat einen von ihnen getötet. Nun plant Stammesführerin Persephone einen Aufstand, denn sie weiß aus sicherer Quelle, dass die Fhrey vorhaben, alle Menschen zu töten. Doch wie soll das gehen, in den Krieg zu ziehen gegen ein so viel stärkeres, mächtigeres Volk, das auch noch viel länger lebt? Das Ganze scheint aussichtslos, bis sie von den Dherg, einem anderen Volk, Waffen versprochen bekommen. Dafür müssen sie allerdings einen überaus gefährlichen Dämon besiegen...

MEINE MEINUNG
Band 1 der Reihe um das "First Empire" konnte mich letztes Jahr mit seinen starken Frauenfiguren und den vielen originellen Ideen begeistern. Die Geschichte um den Kampf der Menschen gegen die Fhrey ist aber noch lange nicht vorbei, geht gerade erst in die zweite Runde. "Zeitenfeuer" knüpft nun also an den Vorgänger an und zwar relativ kurze Zeit später - trotzdem muss man sich erst einmal daran erinnern, was alles geschehen ist. Michael J. Sullivan bietet seinen Lesern aber nicht nur eine Zusammenfassung auf der eigenen Internetseite, sondern wiederholt wichtige Punkte auch noch einmal in der Geschichte und lässt diese ganz natürlich einfließen. Damit könnte man wohl sogar mit diesem Teil in die Reihe einsteigen - das macht aber natürlich nur halb so viel Spaß.

Erneut begleiten wir Persephone vom Dahl Rhen, eine mutige Frau, die alles für ihren Clan tun würde - aber auch alles, um die Zukunft der Menschen, also der sogenannten Rhunes, zu sichern. Sie hat selbstverständlich ihre unsicheren Momente und weiß nicht alles, aber sie versucht immer eine Möglichkeit zu finden und zeigt in ihrer Unabhängigkeit und ihrem unbändigen Willen zu kämpfen ihre ganze Stärke. Göttertöter Raithe hat in diesem Band eine etwas kleinere Rolle, muss sich erst einmal seiner eigenen Identität und seiner Rolle im Stamm bewusst werden, aber noch immer legt er eine unabänderliche Loyalität an den Tag. So verhält es sich auch mit vielen der Nebenfiguren, die einem schon zuvor ans Herz gewachsen sind und ihre Stellung nun festigen: Die kämpferische, spitzzüngige Moya etwa; die junge naturverbundene Suri; oder neu die drei Dherg, die sich ständig auf wunderbare Weise streiten. Die Kapitel aus der Sicht von Mawyndulë, fand ich zeitweilig sehr anstrengend, weil er nur wenig dazu lernt, allerdings tragen sie zum Ende hin ganz entschieden zum Fortgang der Geschichte bei.

Michael J. Sullivans Reihe ist, das schreibt er selbst, so aufgebaut, dass jeder Band eine abgeschlossene Geschichte enthält, es aber einige Fäden gibt, die sich durch alle Teile ziehen. Statt eines gefährlichen Bärs und Problemen innerhalb des Stamms, lernt man dieses Mal also das Volk der Dherg und einen schrecklichen Dämon kennen. Für einen High Fantasy-Roman wird dieses Mal aber relativ wenig gereist, wodurch das Spannungslevel konstant hoch gehalten wird - an welchem Ort auch immer man sich im Kapitel befindet, es brodeln Konflikte, es lauert Gefahr, und es drohen Kämpfe. Von diesen gibt es zur Genüge, allerdings immer wieder aufgelockert durch herrliche Wortgefechte, schlaue Pläne und die technischen Entwicklungen der Rhune Roan, die wir aaus der realen Welt natürlich schon kennen, die die Menschen im Buch aber in Sachen Wissen ungeahnt nach vorn katapultieren. Einige Charaktere, die im 1. Teil eine große Rolle gespielt haben, kamen mir dieses Mal ein wenig zu kurz, davon abgesehen war ich aber durchgehend gefesselt - besonders am Schluss, der noch einmal mit allen Qualitäten aufwartet, die sich zuvor angesammelt haben. Dem Lesevergnügen mit Band 3 steht damit nichts mehr im Wege. 

FAZIT
Wer genug von außerordentlich düsterer High Fantasy mit lauter grimmigen Gestalten hat, ist bei der "First Empire"-Saga genau richtig. Auch hier gibt es zwar Gefahren, Krieg und Tod - aber auch viele liebenswerte Figuren und einiges an Witz und Intelligenz. "Zeitenfeuer" übertrifft Band 1 sogar noch und macht richtig Lust auf den nächsten Teil. Für Fans des Genres ein Muss! 4,5 Punkte.


[Buchliebenetz] Der Stranger Things-Tag



#buchliebenetz ist eine Gruppenaktion verschiedener Blogger, die sich um das so ziemlich schönste Hobby der Welt dreht: Das Lesen natürlich.

Heute gibt es mal wieder einen Tag - und zwar einen, der sich auf die auch von mir sehr geliebte Serie "Stranger Things" bezieht. Spoiler wurden weitestgehend vermieden - aber um Fragen und Antworten verstehen zu können, ist es gut, die beiden Staffeln zu kennen. (Und sie sind es ja definitiv auch wert.) Da es verschiedene Tags zum selben Thema gibt, haben wir Teilnehmer uns jeder einfach die Fragen ausgesucht, die wir am besten beantworten können.


1. Hopper: Ein Charakter mit einer tragischen Hintergrundgeschichte

Hopper ist (zumindest zu Beginn) ein chaotischer Polizist, der zu viel trinkt und sich nicht sonderlich für die Menschen seiner Stadt, geschweige denn seine Arbeit interessiert. So verhält es sich allerdings erst, seit er seine geliebte Tochter an eine Krankheit verloren hat. Ein einschneidendes Ereignisse kann einen Menschen verändern - und so ergeht es auch den beiden Protagonistinnen meines aktuellen Buches, "Das Finkenmädchen". Eine Frau, die nicht bemerkt hat, was ihr Ehemann hinter ihrem Rücken tut, und ein junges Mädchen, das darunter zu leiden hatte - und nun auf Rache sinnt. Geht es tragischer?

2. Mike, Will, Dustin und Lucas: Beste fiktionale Freundschaft

Da sich die Serie ja sowieso viel von Stephen King abschaut, wird die Antwort nicht wirklich überraschen: Der Club der Loser ist wohl der Inbegriff einer guten Freundschaft - die Kinder stehen füreinander ein, nehmen ihre Eigenarten und Probleme an und lassen sich nie im Stich. Das geht so weit, dass sie füreinander und miteinander ein Ungeheuer bekämpfen. Geht es noch besser?


3. Steve: Eine Beziehung, die gar nicht ging

Ich mag Steve total gerne und Mann, was hat er mir in der 2. Staffel leid getan - aber seine Beziehung zu Nancy, die in der Anfangszeit von Eifersucht und ihrer Schwärmerei geprägt war, war echt seltsam. Allerdings war sie nichts im Gegensatz zu der zwischen Gale und Katniss in der Hunger Games-Trilogie. Okay, die beiden waren nie wirklich zusammen, aber ich habe den Jungen ja einfach so gehasst, da hat mir schon das kleinste Bisschen gereicht.

4. Nancy: Beste Charakter-Entwicklung

Während Nancy anfangs vor allem an sich selbst denkt und den genervten, zickigen Teenager gibt, wächst sie im Laufe der zwei Staffeln über sich hinaus und gibt alles, um ihren Bruder und dessen Freunde zu beschützen. In Sachen Buch gehe ich bei diesem Thema heute mal auf Comics ein - und zwar die rund um den "Avatar" (wobei man natürlich als Erstes an die Serie denkt). Prinz Zuko, ein Feuerbändiger, macht dabei eine solche Wandlung durch, dass er am Ende beinahe wie ein neuer Mensch erscheint, aber ohne die Eigenschaften verloren zu haben, die ihn ausmachen. Wenn man eine Figur erst hasst, um sie schlussendlich zu lieben, wurde definitiv etwas richtig gemacht.

5. Jonathan/Joyce: Figur mit absoluter Entschlossenheit

Jonathan und Joyce geben alles, um sowohl in Staffel 1 als auch in Staffel 2 den jungen Will zu retten - und sie lassen sich von nichts und niemandem aufhalten. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Stammesführerin Persephone in der "First Empire"-Saga von Michael J. Sullivan, von der ich gerade Band 2 lese. Sie ist eine willensstarke und durchsetzungsfähige Protagonistin, die alles für ihre Lieben geben würde, auch ihr Leben. Selten gibt es im Genre der High Fantasy so beeindruckende weibliche Hauptfiguren.

6. Papa: Schrecklichster Charakter

Keine Frage: Was Papa Eleven antut, wie er sie ausnutzt und quält, das lässt wohl kein Herz unberührt - und sein unbändiger Glaube, auch noch das richtige zu tun, widert an. An wen erinnert einen das ominös? Genau, an Dolores Umbridge aus "Harry Potter" natürlich, im Grunde der größte Bösewicht der gesamten Reihe, mit ihrer hohen Stimme, ihren rosafarbenen Kleidern und ihren Foltermethoden...da brodelt schon wieder der Hass.

Wie kann man dieses Gesicht nicht hassen?
  7. Department of Energy: Korrupte fiktionale Regierung oder Firma

Das Hawkins National Labratory und seine kruden Machenschaften sind schon ein exzellentes Beispiel für ein Unternehmen, das komplett am Menschen vorbei und für den eigenen Profit arbeitet. Ähnlich verhält es sich auch mit der Regierung in der Trilogie um die "Auserwählten" von James Dashner, die Kinder durch allerlei Tests quält, um ein angebliches Heilmittel zu finden. (Zugegeben, das wird alles irgendwann sehr abstrus, sehr wirr und sehr langweilig, aber das ist ja nicht der Punkt.)


8. Upside Down: Eine furchterregende nicht-reale Welt

Ich war erst einmal gar nicht sicher, ob es eigentlich etwas ähnlich Schlimmes gibt wie das Upside Down, diese düstere, tote Welt voller Wesen, denen man nicht begegnen möchte. Und dann dachte ich an Nevermore, die Parallelwelt in Kelly Creaghs "Nevermore"-Trilogie, inspiriert von den düsteren Geschichten und dem Leben Edgar Allen Poes, in der ebenfalls Dämonen umherstreifen, und die den Protagonisten Varen ebenso in den Bann zieht. Wenn ich so darüber nachdenke, ist die Ähnlichkeit wirklich gravierend...

9. Hawkins, Indiana: Ein seltsamer fiktionaler Ort  

Bildergebnis für willkommen in night valeAm liebsten hätte ich hier ja Winden aus der deutschen Netflix-Serie "Dark" genommen, die ebenso voller Geheimnisse und Korruption steckt, aber wir sind ja bei Büchern. Da Hawkins selbst eigentlich ein beschauliches Städtchen ist, nur eben unterwandert von einem fiesen Unternehmen, ist mir vor allem Night Vale aus den gleichnamigen Podcasts und zwei Büchern eingefallen. Die Ereignisse und Menschen dort sind noch weitaus skurriler (man denke nur an Engel, die alle Erika heißen), aber seltsam sind sie beide allemal. 


 
10. Barb: Tod eines Charakters, den du nie verkraftet hast

Oh ja, Spoiler. Aber ich hoffe ja, dass mittlerweile jeder die Serie geschaut hat, es gibt sie schließlich schon lange genug. Und muss ich jetzt nicht auch noch spoilern, was ein Buch angeht? Wer also Band 2 der "Darkest Minds"-Trilogie von Alexandra Bracken noch nicht gelesen hat: Stop! Der Tod von Jude am Ende des Teils hat mich nämlich so umgehauen, dass ich ziemlich sicher eine halbe Stunde nur vor mich hingestarrt habe. Jude war einer der liebenswürdigsten Charaktere, die uns je von Autoren geschenkt wurden und ich werde seinen Tod einfach weiter ignorieren und so tun, als wäre es nie geschehen.
 
11. Eleven: Lieblingsfigur mit übernatürlichen Kräften   

Eleven ist in ihrem jungen Alter nicht nur ungewöhnlich stark, zu ihren besonderen (wenn auch nicht übernatürlichen) Kräften gehört aber auch ihr Mut und ihr Drang danach, diejenigen unbedingt zu beschützen, die ihr wichtig sind. (Womit man sie auch Jonathan und Joyce zuordnen könnte). Ihr sehr ähnlich, wenn auch deutlich älter, ist Nevliin aus Sabrina Qunajs Elfen-Reihe, ein großer Magier, der sich von anfänglicher Arroganz und Unnahbarkeit zu einer großen Stütze wandelt. 
 

Wie würdet ihr die Fragen beantworten?

Mit dabei sind dieses Mal:
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