Back Down to Earth


[Buchrezension] Die Licanius-Saga: Das Echo der Zukunft - James Islington

Erran wandte sich ihm zu. "Du bist nicht zu unserem Treffen erschienen."
Davian deutete zum Tol. "Ich war damit beschäftigt, nicht zu sterben. Tut mir leid."
"Trotzdem ein bisschen unhöflich." Erran grinste ihn matt an und richtete seine Aufmerksamkeit erneut auf Fessi, die sich aufrichtete. Davian brauchte den Kanstrang nicht eigens zu sehen, um zu wissen, dass sie miteinander kommunizierten.
Nach einigen Sekunden nickte Fessi zögerlich, und Erran wandte sich wieder Davian zu. "Also. Dann wollen wir mal dafür sorgen, dass dir das nicht noch mal passiert", sagte er leise.

INHALT
Die Schlacht gegen die Blinden hat der Augur Davian mithilfe seiner Freunde und vieler mutiger Kämpfer knapp gewonnen und so das Land Andarra vor dem frühzeitigen Untergang bewahrt. Doch die Gefahr ist nicht gebannt: Die Barriere, die die Monster der Dunklen Lande fernhalten soll, droht zusammen zu brechen. So macht sich Davian mit einigen Verbündeten dorthin auf, während sein Freund Werr versucht, sein Amt als Nordwächter zu verteidigen, und seine Freundin Asha, mehr über die sogenannte Shadraehin zu erfahren, die irgendetwas zwischen Freund und Feind zu sein scheint. Gleichzeitig macht sich Caeden daran, seine Erinnerungen wieder zu erlangen, um herauszufinden, was genau sein Plan ist - und auf welcher Seite er selbst überhaupt steht...

MEINE MEINUNG
Nachdem James Islington mit seinem Debüt 2014 gezeigt hat, dass er direkt auf Anhieb mit den ganz großen der High Fantasy mithalten kann, beweist er nun mit Band 2 seiner Saga, "Das Echo der Zukunft", dass er sogar fähig ist, diese Qualität zu halten. Nach großen, erschreckenden Enthüllungen zum Ende des ersten Teils startet dieser mit einer Zusammenfassung aller Ereignisse. Das ist ein erster großer Pluspunkt, denn seien wir mal ehrlich: Wer kann sich nach über einem Jahr noch an 700 Seiten Geschehen erinnern? So fehlt mir zwar noch immer eine Karte, um mich in den einzelnen Gebieten besser zurechtzufinden, zumindest kann ich mich aber wieder an die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander erinnern.

Protagonist Davian hat sich inzwischen daran gewöhnt, ein Augur zu sein, und trainiert nicht nur seine Fähigkeiten, sondern versucht auch mehr über die Barriere herauszufinden, und wie man ihren Zusammenbruch aufhalten kann. Allerdings sind seine Kapitel in diesem Teil deutlich seltener, weswegen er eine geringere Entwicklung erfährt als zuvor. Dafür kommt insbesondere Caeden zu Wort, dessen Abschnitte zu großen Teilen aus Erinnerungen bestehen. So erfährt man einiges über seine Vergangenheit, kommt seinem wahren Ich immer näher - allerdings ist das auch relativ verwirrend, wenn einzelne auftauchende Personen einem kaum bekannt sind. Werr und Asha, die besten Freunde von Davian, halten sich derweil größtenteils in der Hauptstadt in der Administration auf, gehen aber vollkommen unterschiedliche Wege. Dadurch erfahren sie auch getrennt von einander Dinge, und eventuell aufkeimende Langeweile wird umgangen.

Wie schon im ersten Teil braucht das Buch aber seine Zeit, um in Schwung zu kommen. Bei mir sind seit dem Lesen des Vorgängers fast anderthalb Jahre vergangen, weswegen ich die ersten 100-200 Seiten gebraucht habe, um mich in Andarra wieder wirklich heimisch zu fühlen. Erneut sind die Freunde in alle Winde zerstreut, was ein wenig schade ist, weil sie gemeinsam eine tolle Dynamik besitzen - dafür treffen sie alle auf weitere interessante Charaktere, die sie auf ihren Reisen unterstützen (oder behindern). Immer noch ist es schwierig, Gut von Böse zu unterscheiden, vor allem, weil es so viele Graustufen gibt. Das ist es auch, was die Reihe ausmacht: Dass jeder der Charaktere gezwungen ist, auch gegen die eigene Moral zu entscheiden, wenn es sein muss. Wie schon im Band zuvor werden die einzelnen Stränge zum Ende hin wieder logisch miteinander verwoben, und darüber hinaus kommt es nicht nur zu ein paar Überraschungen, sondern auch zu wirklich spannenden Actionszenen. Man fragt sich, wie der Autor das alles in einem letzten Teil zu einem würdigen Abschluss bringen will - aber spätestens jetzt habe ich keine Zweifel mehr daran, dass er das schafft.

FAZIT
James Islington ist ein noch relativ neuer Autor - aber das merkt man ihm kaum an. Nicht nur die Welt seiner "Licanius"-Trilogie ist komplex und faszinierend, auch seine Charaktere wissen zu begeistern. Mir fehlte etwas der Schwerpunkt auf Protagonist Davian, der meine liebste Figur ist, und es gibt durchaus ein paar Längen - aber der großartige Schluss entschädigt dafür. Für High Fantasy-Fans ist die Reihe definitiv einen Blick wert! 4 Punkte.

https://www.droemer-knaur.de/buch/9594788/das-echo-der-zukunft#

[Filmrezension] Polar


 

"Versuche, dich nicht zu fürchten."

STORY
Jahrzehnte lang hat Duncan Vizlar als Assassine gearbeitet und seinem Auftraggeber Reichtum und Ansehen beschert. Nun ist es Zeit für seinen Ruhestand und vor allem für die Millionen, die sein Chef ihm schuldet. Dieser sieht das aber gar nicht ein: Lieber setzt er andere Auftragskiller darauf an, Vizlar zu töten, als diesem auszuzahlen, was ihm zusteht. Doch nicht umsonst hat der Killer den Beinamen "Schwarzer Kaiser", und so beginnt eine brutale, blutige Hetzjagd...

MEINE MEINUNG
Mads Mikkelsen und Auftragskiller in einem Film, geht es noch besser? Das Netflix Original "Polar" basiert auf dem gleichnamigen Comic, ist also entgegen erster Vermutungen kein "John Wick"-Abklatsch, sondern die Verfilmung nutzt höchstens den Hype. Regisseur Jonas Åkerlund hat bisher vor allem Musikvideos gedreht und ist erst seit 2017 auch mit größeren Projekten beschäfigt - und man ahnt auch schnell wieso. Es mag vielleicht ebenfalls am Drehbuch liegen, aber bereits nach kürzester Zeit hat man das Gefühl, der Film bestehe aus vielen einzelnen Versatzstücken, die nicht recht zusammen passen.

Da ist zum einen nämlich Protagonist Duncan Vizlar, der sich in die Einöde einer Berglandschaft zurück zieht und erst einmal lange nicht ahnt, dass er überhaupt gesucht wird. Großartig düster und schmerzhaft gespielt von Mads Mikkelsen ist er - überraschenderweise - gemeinsam mit Vanessa Hudgens als seine ruhige und traumatisierte Nachbarin der einzige Lichtblick. Davon abgesehen ist der Zuschauer aber gezwungen, den anderen Auftragskillern durch quietschbunte Szenerien, nervtötende Dialoge und ein paar effekthascherische Morde zu folgen, was sich vollkommen vom anderen Erzählstrang unterscheidet. Vor allem haben diese Nebencharaktere absolut keine Eigenschaften, das Interesse an ihnen tendiert gegen Null. Und als wäre das nicht schlimm genug, scheinen die weiblichen Figuren nur vorzukommen, um extrem leicht bekleidet ihre jeweiligen Reize in die Kamera zu halten, und das immer und immer wieder. Auch ohne zu wissen, von wem der Film stammt, ist einem direkt klar, dass der Regisseur männlich ist.

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Vanessa Hudgens spielt die einzige Frau, die auch mal angezogen ist
Insgesamt scheint der Streifen vor allem darauf angelegt zu sein, beim Zuschauer Ekel oder Lust zu erzeugen, aber nichts dazwischen. Die Gewaltszenen sind exzessiv und brutal, die Dialoge dagegen banal und langwierig. Dazwischen immer wieder nackte Körperteile und in der Mitte des Filmes dann auch noch eine schon an einen Porno erinnernde Sexszene. Genug ist irgendwann genug, da rollten sich auch bei mir gefühlt die Fußnägel auf. Der Film will so verzweifelt bunt sein wie "Kingsman", actionreich wie "John Wick" und edgy wie "Pulp Fiction", dass einerseits nichts eigenes dabei herauskommt, und andererseits ein Potpourri der negativsten Art. Am Ende verfolgen einen vor allem Albträume darüber, dass es einen zweiten Teil geben könnte - und wenn man sich den Schluss anschaut, ist das eventuell tatsächlich geplant. Der dann aber ohne mich.

FAZIT 
"Polar" war meine heiß ersehnteste Neuerscheinung im Januar und selten wurde ich so enttäuscht. Mads Mikkelsen ist für mich üblicherweise ein Garant für unterhaltsame, teils auch wirklich tiefgehende Filme, aber hier hat gar nichts gepasst. Was diesen Schauspieler getrieben hat, für einen solch überdrehten und überladenen, teil schon widerwärtigen Streifen zu unterschrieben, ist mir komplett schleiferhaft. Man spare sich die Zeit! 1,5 Punkte nur für Mikkelsen und Hudgens.

 

[Statistik] Ein stark verspäteter Jahresrückblick 2018

Nicht zu fassen: 2018 ist vorbei und der Januar des neuen Jahrs ebenfalls. Lange habe ich mich rar gemacht, jetzt versuche ich mich langsam wieder in das Bloggergeschehen einzugliedern. Es kann sein, dass ich in den nächsten Monaten noch einmal eine längere Pause einlegen muss - momentan will ich aber eigentlich noch ganz viel erzählen. (Nur fehlt mir die Zeit.)

2018 war mein achtes(!) Jahr als Bloggerin von Back Down to Earth und gleichzeitig auch mein inaktivstes. Noch nie habe ich so wenige Bücher gelesen, noch nie so wenig gebloggt, noch nie war ich so selten im Kino. Es ist ganz einfach das Leben dazwischen gekommen: Im November habe ich meine Abschlussprüfung geschrieben, im Januar meine Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien mit der mündlichen Prüfung dann erfolgreich beendet. Zwischendurch war ich für drei Wochen in England und noch einmal für zwei Wochen in Irland und Schottland. Man kann also sagen: Ich hatte ein anstrengendes Jahr - aber privat auch ein sehr gutes.

Nur mit den Büchern, da lief es ganz einfach nicht so. Ich hatte nur wenige wirklich umwerfende Lektüren dabei, viel Mittelmaß und auch einige, an die ich nicht mal mehr denken mag. Das hat mir die Leselust so sehr genommen, dass ich mich nicht einmal mehr bei fesselnden Roman richtig motivieren kann - wie aktuell gerade. Oft entscheide ich mich da letztendlich lieber für eine Serie oder einen Film als mich in ein Buch zu vertiefen. Ich hoffe sehr, dass ich die Liebe bald wiederfinde, schließlich warten noch viele großartige Geschichten auf mich. 

Bis dahin lasse ich das Jahr 2018 aber erst einmal Revue passieren - und stelle meine schönsten Entdeckungen vor. Wie immer kann ich mich bei den Büchern nicht recht entscheiden, daher nutze ich zwei Kategorien. Da ich bei Filmen und Serien aber keine exorbitante Anzahl verzeichnen kann, reicht dort jeweils eine Top 3. Vorsicht, lang!

# Favoriten: Fantasy-Romane

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Was fällt einem hier als Erstes auf? Richtig: All meine Fantasy-Highlights stammen aus dem Knaur-Verlag. Ich bin ziemlich sicher, dass ich das auch noch nicht erlebt habe. Aber seit Start des Fantasy-Imprints konnten die dort erscheinenden Bücher mich immer wieder begeistern und fesseln. Leigh Bardugo ist sowieo eine der aufregendsten aktuellen Autorinnen, und "Zeitenfeuer", der zweite Teil der First Empire-Saga, begeistert erneut mit großartigen Figuren. Der dritte Band der Reihe erscheint übrigens im Frühjahr.

# Favoriten: Realistische Romane

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Auch in dieser Kategorie zeigt sich interessanterweise ein Muster: Geliebt habe ich im realistischen Bereich vor allem englischsprachige Bücher. "Simon vs. the Homo Sapiens Agenda" habe ich auch endlich gelesen und für zuckersüß befunden, "Exit, Pursued by a Bear" ist die bedrückende und gleichzeitig beeindruckende Geschichte einer Vergewaltigung und des Umgangs damit, und "The Last Time I Lied" hält wunderbar viele Plottwists für den Leser bereit.

# Favoriten: Filme

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Ja, es ist wahr: Im Kino wirklich umgehauen hat mich letztes Jahr nur "A Quiet Place" mit der großartigen Emily Blunt in der Hauptrolle. Der hat mich dafür aber auch tagelang nicht mehr losgelassen. Davon abgesehen haben mich 2018 zwei ältere Filme überzeugen können - "Schindlers Liste", natürlich, den ich viel zu lange ungeschaut gelassen hatte, und der ruhige und besondere Sci-Fi-Streifen "Arrival".

# Favoriten: Serien

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Ich weiß: Niemand redet so viel über "Sense8" wie ich. Aber da uns 2018 doch noch mal eine abschließende Final-Folge gegönnt wurde, darf ich das - und kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie das Schönste war, was mir in dem Jahr auf dem Bildschirm begegnet ist. Aber auch "Maniac" hat mich auf seine absurde, farbenfrohe Weise begeistern können. Und vom Anfang des Jahres ist mir "Happy!" im Gedächtnis geblieben, die so abgedreht, blutig und witzig ist, dass ich sie Genre-Fans nur ans Herz legen kann. Honourable mention: Die 3. Staffel von "Daredevil" hat mir nach der qualitativ schwachen 2. wieder super gut gefallen - zu schade, dass Disney und Netflix anscheinend nicht übereingekommen sind.

# Ausblick auf 2019

Nun habe ich einen offiziellen festen Job, habe nach der Arbeit außer Haushalt nichts zu erledigen - man sollte also meinen, ich hätte mehr Zeit als zuvor. Bisher hat sich das leider noch nicht eingependelt, aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Für das Jahr sind viele großartige Neuerscheinungen im Buch-, Film- und Serienbereich angekündigt und meine größten Erwartungen muss ich einmal vorstellen.

# Neuerscheinungen im Buchbereich

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Knaur begeistert auch 2019 wieder mit toll ausgewählten deutschen Veröffentlichungen und, wie in diesem Falle, mit ersehnten Übersetzungen. "Der letzte Magier von Manhattan" klingt großartig und sieht auch noch so aus. Die anderen beiden Bücher sind Romane von Lieblingsautorinnen - inmitten ihrer "Bone Season"-Reihe veröffentlicht Samantha Shannon mit "The Priory of the Orange Tree" ein Standalone, und Robin LaFevers beginnt mit "Courting Darkness" eine neue Reihe. Ich bin gespannt!

# Neuerscheinungen im Filmbereich

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Ich kann und will mir nicht helfen: Auf keinen Film bin ich so gespannt wie auf den 3. Teil der "John Wick"-Reihe. Keanu Reeves dreht ja sonst viel Trash, aber die Reihe ist genial. Die Live-Action-Adaption von "Dumbo" sieht außerdem zauberhaft aus und als ob sie einen definitiv zu Tränen rühren würde, und Nicole Kidman nimmt in "Destroyer" mal eine ganz andere Rolle ein.

# Neuerscheinungen im Serienbereich

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Bisher ersehne ich dieses Jahr vor allem Fortsetzungen bereits laufender Serien, wie man unschwer erkennen kann. Vor allem freue ich mich auf die 3. Staffel "Stranger Things", deren Plakat schon einmal sehr stimmungsvoll aussieht. Die 1. Staffel der "Chilling Adventures of Sabrina" wurde geteilt, der nächste Part ist ab April zu sehen und nach dem spannenden Weihnachtsspecial bin ich sehr gespannt. Und dann ist da noch "The OA", bei dem jegliche Informationen noch immer unter Verschluss gehalten werden. Gerüchte besagen aber, dass es die 2. Staffel dieses Jahr endlich gibt. Honourable mention: Trailer und Plakat gibt es noch nicht, aber auch mit "Jessica Jones" soll es 2019 noch ein Wiedersehen geben. Die letzte Season war nicht so gut, also setze ich alle meine Hoffnungen in diese. 

Was hat euch 2018 begeistert - und worauf freut ihr euch 2019 am meisten?

[Filmrezension] Mary Poppins' Rückkehr

"Alles ist möglich. Selbst das Unmögliche."

STORY
Es ist das Jahr 1930: Jahrzehnte, nachdem sie das Kindermädchen der Banks-Zöglinge war, kehrt Mary Poppins zurück, um den Geschwistern erneut beizustehen und auch Michaels Kindern zu einer sorgenfreieren Kindheit zu verhelfen. Denn die Familie droht ihr Haus an die Bank zu verlieren und kann dem nur entgehen, indem wichtige Dokumente gefunden werden. Mary Poppins allerdings geht es hauptsächlich darum, sowohl den Geschwistern als auch den Kindern die Freude am Leben wieder näher zu bringen - und entführt letztere dazu in magische Welten und melodische Musical-Einlagen.

MEINE MEINUNG
Mary Poppins, eine Ikone der Filmgeschichte quasi - ein Kindermädchen, mit magischen Fähigkeiten ausgestattet, das 1964 in jede Familie Einzug hielt. 54 Jahre hat es gedauert, bis mit "Mary Poppins' Rückkehr" nun ein Nachfolger auf der Leinwand flimmert, obwohl Disney schon damals Fortsetzungen geplant hatte. Der Autorin der Reihe allerdings missfiel die Adaption, weswegen das Vorhaben nie umgesetzt werden konnte. Was hätte sie wohl zu dieser Wiederkehr der Nanny gesagt, die sich nun deutlich mehr der Vorlage entsprechend verhält, ansonsten aber im Grunde ganz ähnliche Probleme lösen muss wie schon im Original? Ist das Ganze eigentlich wirklich ein zweiter Teil, oder doch eher ein Remake?

Obwohl Lieder, Farbenspiel und Einfachheit der Geschichte schon auf Kinder angelegt ist, hatte ich das Gefühl, hauptsächlich sei der Film doch für die Erwachsenen gedacht, die schon in den 70ern den Film gesehen haben. Oder Erwachsene wie mich, die später damit in Berührung kamen. Für die ganz junge Generation wird er wahrscheinlich wenig Interessantes zu bieten haben: Zu langsam schreitet die Geschichte voran, zu sehr werden einige Lieder in die Länge gezogen. Diese haben leider auch nicht den Wiedererkennungswert der alten. "The Royal Doulton Music Hall" hat mich ein wenig an "Supercalifragilistischexpialigetisch" erinnert und auch "Stellt euch das nur mal vor" ist eingängig, aber in der zweiten Hälfte zieht sich besonders das Lied der Laternenentzünder extrem, auch wenn die Kunststücke und Tanzeinlagen toll sind. 

Die großartige Emily Blunt rettet vieles. Diese Frau kann einfach alles spielen und als Mary Poppins begeistert sie einerseits mit einer gewissen Arroganz und Strenge, und andererseits einem bezaubernden Funkeln in den Augen, wenn es um ihre magischen Kunststücke geht. Lin-Manuel Miranda geht in seiner Rolle als Jack völlig auf, Ben Wishaw dagegen als schwacher erwachsener Michael eher unter. Toll sind die Gastauftritte einiger bekannter älterer Stars, allerdings wird die Geschichte zum Ende hin etwas konfus und das große Problem - der Familie zu helfen, das Haus zu behalten, auf einfachste Weise gelöst. Letztendlich ist das Ganze ein Feel-Good-Film, der durchaus zum Schmunzeln und (imaginären) Mitklatschen einlädt, der einem aber nicht sonderlich stark im Gedächtnis bleibt.

FAZIT 
Während des Schauens hat mich "Mary Poppins' Rückkehr" gut unterhalten können, besonders weil Emily Blunt eine großartige Protagonistin abgibt. Leider ist der Erinnerungswert geringer als man es erwartet und die Geschichte ist doch sehr auf Kinder zugeschnitten dafür, dass sich die meisten (Erwachsenen) den Film wahrscheinlich eher des Nostalgiefaktors wegen ansehen. Insgesamt sehenswert, aber nicht weltbewegend. 3,5 Punkte.

 

[Buchrezension] Anansi Boys - Neil Gaiman

Das Schlimmste an Fat Charlies Vater war schlicht und einfach dies: Er war peinlich.
Nun sind natürlich alle Eltern peinlich. Das liegt in der Natur der Sache. Eltern sind peinlich einfach dadruch, dass sie existieren, während Kinder ab einem bestimmten Alter von Natur aus nicht anders können, als im Boden zu versinken vor Verlegenheit, Scham und Schmach, sofern sie mit ihren Eltern auch nur zusammen auf der Straße gesehen werden. 
Fat Charlies Vater aber hatte all dies zu einer Kunstform erhoben, und er erfreute sich daran [...].

INHALT
Seit Fat Charlie Nancy denken kann, ist ihm sein Vater unfassbar peinlich. So peinlich, dass er lieber nach England gezogen ist, als mit ihm weiter das Land zu teilen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass er selbst im Allgemeinen kein besonders charmanter und beliebter Mensch ist - im Gegensatz zu seinem Vater, dem alles zuzufliegen scheint. Bis dieser stirbt und Fat Charlie nach der Beerdigung nicht nur erfährt, dass sein Vater ein Gott war, sondern auch den Tipp erhält, auf absurde Weise einen ihm bisher vollkommen unbekannten Bruder zu kontaktieren. In angetrunkenem Zustand geht er dem nach - aber wie hätte er ahnen sollen, dass dies sein gesamtes Leben durcheinander bringen würde? Denn kurz darauf steht Spider vor der Tür, der, wie sich herausstellt, die göttlichen Fähigkeiten ihres gemeinsamen Vaters geerbt hat. Und der sich nicht nur an Charlies Verlobte heranmacht, sondern  ihm auch deutlich gefährlichere Probleme bereitet...

MEINE MEINUNG
Momentan scheint eine Hoch-Zeit zu sein für Fantasy- und Science-Fiction-Autoren, deren Bücher zu Serien verfilmt werden. Nicht nur Stephen Kings und Margaret Atwoods Stoffe werden adaptiert, auch hinter den Geschichten von Neil Gaiman ist man seit einiger Zeit vermehrt her. "American Gods" habe ich letztes Jahr begeistert geschaut, "Good Omens" gibt es in den nächsten Monaten - "Anansi Boys", lose verknüpft mit ersterem, erwartet bisher aber keine Adaption. Meine Chance also, endlich mal die Lektüre vorher zu schaffen. Und das lohnt sich: Denn es sind nicht nur die Ideen des Autors, die zu überzeugen wissen, sondern auch sein unverwechselbarer Stil voller Wortwitz, kleiner Anekdoten, Geschichten über die Götter, und skurriler Dialoge.

Und natürlich, ganz besonders, seine Charaktere. Da ist zum einen Protagonist Fat Charlie, der eigentlich gar nicht dick ist, nur blieb der Name in seiner Kindheit hängen. Er ist ein sehr weicher Kerl ohne rechtes Selbstbewusstsein und ohne den Mut, für sich einzustehen. Sein Bruder bringt zwar sein komplettes Leben durcheinander, hilft ihm aber auch, seine Schwächen zu sehen und daran zu arbeiten. Spider ist nämlich das genaue Gegenteil: Gutaussehend, arrogant und gesegnet mit göttlichen Fähigkeiten kann er Menschen ganz einfach dazu bringen, zu tun, was er will. Lange hat ihm das nichts ausgemacht - aber vielleicht entdeckt er ja doch sein Gewissen? Zusätzlich zu den beiden tauchen in der Geschichte nicht nur zwei junge Damen auf (von der ich aber nur eine interessant fand), sondern auch vier deutlich ältere, die manchmal hilfreich sind, Charlie sehr oft aber auch Steine in den Weg legen. Und dann sind da natürlich noch die Götter. Anders als in "American Gods" sind diese hier Tierwesen: Manche verschmitzt und listig, andere hasserfüllt und auf Rache sinnend. Sie nehmen gar keinen besonders großen Raum ein, wissen aber in ihren jeweiligen Momenten zu begeistern.

Im Gegensatz zu "American Gods" - oder sagen wir, der Serien-Form davon - wirkt das Umfeld der Protagonisten deutlich weniger düster. Es gibt zwar mindestens einen Antagonisten, der auch vor Gewalttaten nicht zurück schreckt, und einige der Götter hegen keine guten Absichten, inhaltlich dreht alles sich aber viel mehr um die schwierige Beziehung der Brüder zueinander und Charlies Entwicklung zu einem stärkeren Selbst. Versöhnung und Familie nehmen goße Parts der Handlung ein, wunderbar unterlegt von passendem Humor. Zwischenzeitlich hätte der Bezug auf die Götter ein bisschen größer sein können, und der permanente Wechsel zwischen Präsens und Präteritum in den Erzählungen über diese hat mich doch sehr irritiert. Dafür entschädigen allerdings die letzten 100 Seiten, auf denen sich die Ereignisse überschlagen, alle Charaktere zusammen geführt und einige Geheimnisse enthüllt werden. Zuletzt endet die Geschichte sehr zufrieden stellend - aber ich hätte dennoch Lust, noch einmal in die Welt zurück zu kehren.

FAZIT 
"Anansi Boys" spielt in derselben Welt wie auch "American Gods", die beiden hängen - nach meinem Verständnis - aber nur sehr lose zusammen. So ist es kein Problem, das eine ohne das andere zu lesen. Neil Gaimans Schreibstil ist ein Genuss und voller humorvoller Details, seine Charaktere sind liebenswert und voller Fehler. Ein wenig mehr noch hätte es sich um die Götter drehen können, aber so ist das Ganze eine überzeugende Geschichte um zwei Brüder, die ungewollt zusammen arbeiten müssen. Lesenswert! 4 Punkte.

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https://www.luebbe.de/eichborn/buecher/fantasy-buecher/anansi-boys/id_6919423

[Buchrezension] Wie Eulen in der Nacht - Maggie Stiefvater

"Ach Mama, Judith, ihr macht ein Drama daraus", begann Beatriz.
"Du bist genau wie dein Vater", fauchte Antonia.
Weder Fransisco noch Beatriz gingen auf diese Bemerkung ein; das taten sie nie.
"Was soll denn so gefährlich daran sein, es über diesen Jungen laufen zu lassen", beharrte Joaquin. "Für die Pilger, die hier leben, tun wir auch nicht weniger."
"Wir können nicht nichts tun", fügte Beatriz hinzu.
"Hört gut zu, ihr alle. Die Dunkelheit eines Soria breitet sich so rasant aus wie keine, die ihr je gesehen habt." Antonias Stimme klang eisern. "Ich verbiete euch allen, nach Daniel zu suchen. Nur über meine Leiche!"

INHALT
Im kleinen Städtchen Bicho Raro ist der Name Programm: Es ist bevölkert von mehr oder weniger "verrückten Käuzen". Denn dort leben tatsächliche Heilige, die Wunder wirken können, weshalb der versteckte Ort immer wieder von Pilgern aufgesucht wird. Diese wollen die in ihnen schlummernde Dunkelheit und damit auch ihre Probleme besiegen. Doch sie müssen, um ein zweites Wunder zu erhalten und so geheilt zu werden, auch selbst etwas dafür tun - und das erscheint den meisten fast unmöglich. Die Sorias, eine Familie von aktuellen und ehemaligen Heiligen, würden gern helfen, da die Stadt von Wundersuchenden bald überquillt, doch sie haben sich selbst ein Verbot auferlegt - denn ihre Dunkelheit ist die schlimmste von allen und endet oftmals tödlich. Dann allerdings bricht Daniel, der momentane Heilige, eben jenes Verbot, zum Entsetzen seiner gesamten Familie. Und damit nimmt das Unheil seinen Lauf...

MEINE MEINUNG
Maggie Stiefvater ist eine dieser Autorinnen, deren Ideen ich immer wieder faszinierend finde, bei der ich mir jedoch nie sicher sein kann, ob mich auch die Umsetzung überzeugt. So war es auch von Beginn an mit "Wie Eulen in der Nacht", einer Geschichte um Heilige, die Wunder wirken, dem Genre des "Magic Realism" zugeordnet. Magic Realism? Hier spielen die Ereignisse in der realen Welt, die magischen Elemente sollen in dieser jedoch bestimmte Punkte hervorheben. Bicho Raro ist also eine eigentlich normale Stadt mit normalen Menschen - in der allerdings, gänzlich unerklärt, Wunder geschehen. Die Autorin lebt dafür einmal mehr ihren detailreichen, zauberhaften Stil aus, schwelgt dieses Mal sogar regelrecht darin. Sie schreibt auf eine ganz eigene Art, legt sich nicht auf einen Erzähler fest, gibt manchmal einen Ausblick auf die Zukuft und manchmal einen Rückblick auf die Vergangenheit. So weiß man nie, was man als nächstes erwarten muss, allerdings scheint darüber auch ein wenig der Inhalt verloren zu gehen.

Wie immer sind die Figuren das Kernstück der Geschichte, die alle ihre Eigenarten haben: Beatriz, das "Mädchen ohne Gefühle", das sehr wohl welche besitzt, es nur nicht weiß. Joaquin, Moderator eines Piraten-Radiosenders, jung und sprunghaft. Daniel, der als Heiliger alles für eine Pilgerin riskiert. Eben jene Pilgerin, Marisita, auf die es seit ihrem Wunder ununterbrochen regnet. Sie und viele weitere sind sehr besonders, allerdings werden sie mehr beschrieben, als dass sie ihre Eigenschaften wirklich unter Beweis stellen können. Insbesondere überrascht, wie sehr die Autorin dieses Mal auf Liebe auf den ersten Blick setzt - statt wie sonst die Gefühle schwelen zu lassen, sind sie dieses Mal quasi direkt da. Das sorgt zwar insbesondere zwischen Beatriz und dem Besucher Pete für tolle, teils auch witzige Momente, aber nicht dafür, dass man die Vertrautheit groß nachvollziehen könnte.

Vielleicht liegt es daran, dass man den Charakteren nur bedingt nahe kommt, dass auch die Geschichte einen nur schwer zu greifen weiß. Insbesondere auf den ersten 150 - 200 Seiten geschieht relativ wenig, außer dass die Umstände des Städtchens und dessen Bewohner erläutert werden. Lange Zeit ist nicht einmal ganz klar, worum genau es eigentlich geht: Eine Familie, deren Mitglieder wieder zueinander finden müssen? Zwei Liebesgeschichten? Wunder, die aus einem selbst kommen müssen? Selbst als Daniel die sogenannte Dunkelheit über sich bringt, dauert es sehr lange, bis die anderen Figuren überhaupt einmal wirklich reagieren, was unweigerlich Langeweile mit sich bringt. Zum Glück gibt es aber die letzten 100 Seiten, auf denen es endlich zu teils überraschenden, teils traurigen und teils glatt aberwitzigen Wendungen kommt. Wenn nur die zwei Drittel zuvor genau so gewesen wären - es hätte eine wirklich fesselnde Geschichte sein können.

FAZIT 
"Wie Eulen in der Nacht" wartet, wie alle Bücher von Maggie Stiefvater, mit einer faszinierenden Idee auf - aber, wie es mir ebenfalls schon öfter passiert ist, konnte es mich dennoch nicht komplett begeistern. Trotz der nur 300 Seiten fällt der Inhalt etwas schmal aus, stattdessen wird sich sehr stark auf den Schreibstil und die Zusammenhänge konzentriert. Das letzte Drittel ist allerdings mitreißend genug, dass es noch für gute 3 Punkte reicht. Muss man ausprobieren!

https://www.droemer-knaur.de/buch/9595588/wie-eulen-in-der-nacht#

[Serienrezension] Maniac


"Was denken Sie stimmt nicht mit Ihnen?" - "Ich bin krank. Und ich bin nichts wert."


STORY
Annie wird seit einigen Jahren von Erinnerungen an ihre jüngere Schwester gequält, die nach einem Streit ums Leben kam, und vergräbt sich in ihrer Depression, die sie mithilfe von illegalen Pillen in vollen Zügen auslebt. Owen ist Sohn eines Moguls, wird allerdings aufgrund schizophrener Züge von der Familie geächtet - und nimmt seine verschriebenen Tabletten nicht. Beide gelangen auf Umwegen in eine Medikamentenstudie, die ihnen verspricht, sie von allem Leid zu befreien. Doch das Gerät, das das Ganze kontrolliert, beginnt bald verrückt zu spielen. Und das wird für die beiden zur echten Gefahr.

MEINE MEINUNG
Lange ist es her, dass Jonah Hill und Emma Stone zusammen gearbeitet haben - zuletzt waren sie gemeinsam in "Superbad" zu sehen, dieser schrulligen, abgedrehten Komödie. Abgedreht ist ein Wort, das einem auch zu "Maniac" einfällt, der Serie von "True Detective"-Regisseur Cary Joji Fukunaga, der auch am Drehbuch mitschrieb. Von Anfang an ist die Welt, in der sie spielt, schwer einzuordnen: Einerseits arbeiten die Menschen noch mit Computern wie von vor zwanzig Jahren und Smartphones gibt es nicht, andererseits lassen sich Essen und Reisen über sogenannte AdBuddies finanzieren und Wissenschaftler haben eine beeindruckende Künstliche Intelligenz erschaffen, wie es sie bei uns nicht gibt. Das ist erst einmal sehr irritierend, schafft aber auch einen total spannenden Retro-Sci-Fi-Vibe.

In diesem finden sich Annie und Owen wieder - insbesondere erstere brillant gespielt von Emma Stone, die wieder einmal verdeutlicht, warum ich mir quasi alles von ihr anschaue. Sie hat nicht nur eine großartige Ausstrahlung, sie lässt den Zuschauer am Schmerz über den Tod ihrer Schwester auch so intensiv teilhaben, dass man sich ihm nicht mehr entziehen kann. Ihr Gegenpart Owen leidet an Schizophrenie und wird deswegen seit Jahren von seiner Familie ausgenutzt und regelrecht verleugnet. Daher hat Jonah Hill in den ersten Folgen auch eher wenig mehr zu tun als verstört zu gucken. Erst als die Handlung voranschreitet und die beiden andere Rollen annehmen, darf er zeigen, was in ihm steckt. Besonders großartig aber auch: Sonoya Mizuno und Justin Theroux als Wissenschaftler der Studie, Sally Field als Mutter des letzteren, eine Pop-Therapeutin, die vor allem an sich selbst interessiert ist. Die Figuren haben alle ihre eigene Geschichte, und ob sie nun gut sind oder nicht, faszinierend sind sie allemal.

Annie und Owen in einer der Seelenlandschaften
Anders als bei vielen anderen Netflix-Serien braucht "Maniac" keine allzu lange Vorlaufzeit, um einen vollkommen in den Bann zu ziehen. Zugegeben: Der Streaming-Gigant hat die Serie auch nur von Paramount TV und Anonymous Content gekauft und nicht selbst produziert, das könnte also ein Grund sein. Trotzdem ist es erfrischend, nach der ersten Folge mit der Charakterexposition danach so schnell in das eigentliche Geschehen einzusteigen. Und als die beiden Hauptcharaktere dann ihre erste Reise in ihre Seelenlandschaft antreten - und sich dabei ungeplant erneut begegnen -, wird es wirklich spannend. Es ist überraschend, was für eine platonische wunderbare Chemie sich zwischen den beiden entwickelt, auch wenn Stone eher laut und Hill eher leise spielt. Neben den Themen Verlust und Sucht spielt auch die Familie eine große Rolle: Ob nun positiv (wenn auch traurig), wie in Annies Fall, negativ und voller Schuldgefühle wie bei Owen oder besitzergreifend und destruktiv wie bei Theroux' Wissenschaftler. Die Serie ist an manchen Stellen durchaus absurd und zum Schluss folgt eine relativ unglaubwürdige Fluchtszene, davon abgesehen ist aber der Gedanke, dass sich diese vollkommen unterschiedlichen Menschen gefunden haben, ein schöner.

FAZIT 
Ich glaube nicht, dass ich schon einmal etwas mit Emma Stone gesehen habe, das mir nicht gefallen hat - und genauso verhält es sich auch mit "Maniac", einer skurrilen Serie mit sehr besonderen Persönlichkeiten, einer Retro-futuristischen Welt und einer Thematik rund um Depression, Familie und Vergebung. Lässt man sich drauf ein, erwartet einen ein buntes und aufregendes Spektakel. 4,5 Punkte.


Die Bloggerin

Kittyzer, 22 Jahre alt, früher als Sonne bekannt. Gebürtige Niedersachsin, die für die Arbeit nach Rheinland-Pfalz gezogen ist. Schreibt über Bücher, Filme, Serien und Mainz. Um mehr zu erfahren, → klicke hier

2019 Reading Challenge

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Kittyzer has read 2 books toward her goal of 50 books.
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"Die Todeskönigin" von Sarah Beth Durst [11/560]

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