Back Down to Earth

[Blogtour] zu "Evolution" von Thomas Thiemeyer


Seit gestern läuft wie Blogtour zu Thomas Thiemeyers neuem Roman "Evolution" - den Anfang hat Fina vom Buchlabyrinth gemacht und euch in ihrem Post die Charaktere des Buches vorgestellt. Heute ging es dann bei Mandy weiter, die ein spannendes Interview mit dem Hörbuchsprecher Mark Bremer geführt hat. 

Unter anderem werdet ihr im Laufe dieser Blogtour noch einiges über den Inhalt des Romans erfahren, über damit einhergehende Themen wie die Lehre von Charles Darwin und das Überleben in Notfallsituationen sowie über den Autor selbst.

Das sind die folgenden Stationen:


Wie ihr sehen könnt, bin ich also am 08.09. dran - mein Thema ist momentan aber noch eine Überraschung ;)

Ich freue mich, wenn ihr vorbeischaut!

[Filmrezension] Ghostbusters

"Dass er dumm wie 10 Sack Kartoffeln ist, wusste ich ja. Aber ich wusste nicht, dass er auch so schwer ist! Woraus besteht der?" - "Aus purer Muskelmasse. Und babyzarter Haut."

Mein nächster KinobesuchSTORY
Erin Gilbert steht kurz vor einer Festanstellung an einer renommierten Universität, als sie herausfindet, dass Abby Yates ein vor Jahren gemeinsam geschriebenes Buch über Geister verkauft. Aus Angst, dass dieses Werk ihren Job gefährden könnte, sucht sie ihre ehemalige Freundin auf - und wird unversehens von dieser und ihrer Kollegin Jillian Holtzman in deren Geisterjagd hineingezogen. Als dann auch noch U-Bahn-Wärterin Patty Tolan zu den Dreien stößt, ist das Quartett vollständig und sie nennen sich fortan "Ghostbusters". Und die werden auch dringend gebraucht, denn jemand weckt die Geister New Yorks und die Frauen sind die Einzigen, die die Menschen jetzt noch retten können...

MEINE MEINUNG
Wenn man an das "Ghostbusters"-Reboot dieses Jahres denkt, dann kommt einem wohl als Erstes dieser vollkommen unverhältnismäßige Hass in den Sinn, der dem Film entgegen geschlagen ist - ob nun sexistisch geprägt oder einfach aus Prinzip, der Streifen hatte es dadurch von Anfang an nicht einfach. Das mag auch daran liegen, dass Regisseur Paul Feig sonst für seine vulgären Filme über dusselige Dicke bekannt ist, weshalb auch ich seine Werke normal nicht mag. "Ghostbusters" hebt sich aber von seinen sonstigen Werken ab. Er ist sicherlich kein Glanzstück und schon gar nicht originell, aber er ist unterhaltsam - und seit wann erwarten sich die Leute mehr von einem solchen Film?

Kristen Wiig hat, wie so oft, die Rolle der biederen Protagonistin inne, die eine Weile braucht, um mal etwas zu riskieren - dafür jedoch in jeder gemeinsamen Szene lüstern dem Sekretär hinterher geifert. Melissa McCarthy ist ja sowieso die Lieblingsschauspielerin des Regisseurs und darf daher im Cast natürlich nicht fehlen, ihre Figur kommt aber immerhin dieses Mal ohne die Klischees einer Plus Size-Schauspielerin aus und weckt so durchaus Sympathien. Auch Leslie Jones als laute, aber herzensgute Patty weiß zu überzeugen. Kate McKinnon spielt jedoch ganz klar alle an die Wand. Ihre total verrückte und gleichzeitig geniale Jillian Holtzman ist der Hingucker des Films und sorgt wahrscheinlich für die meisten Lacher. Ebenso erwähnenswert ist aber definitiv auch noch, wie viel Spaß es Chris Hemsworth ganz augenscheinlich macht, mal so richtig den Dummen zu geben, was für einige herrliche Szenen sorgt. Dagegen verblasst der langweilige Bösewicht ganz schnell.

Mit einer besseren Geschichte, die sich mehr vom Original abhebt und dieses nicht mehr oder minder kopiert, und einem überzeugenderen Strippenzieher hätte der Film sogar richtig, richtig gut werden können. Aber so wird man nach total guten und total witzigen Momenten leider auch immer wieder mit Klischees und Stereotypen enttäuscht. Heutzutage ist einfach mehr möglich als gute Effekte und eine irre, eher übertriebene Geisterschlacht, wie sie den Zuschauer am Ende erwartet - das merkt man bei einigen der Witze, bei den toll eingebundenen Cameo-Aufritten der alten Besetzung und beim sehr skurrilen Abspann. Eine Fortsetzung hätte sich vielleicht mehr trauen können. Diese steht aber nach den geringen bisherigen Einnahmen nun in den Sternen.

FAZIT
Die harsche Kritik im Vorfeld hat "Ghostbusters" definitiv nicht verdient. Die Story und der Bösewicht hätten deutlich besser sein können, ja, aber abgesehen davon unterhält das Ganze ziemlich gut und überzeugt mit einigen absurd-witzigen Charakteren. Ein Versucht ist der Film definitiv wert! Gute 3,5 Punkte.




[Statistik] Monatsrückblick Juli

Kommt noch jemandem das Design meiner Monatsstatistik bekannt vor? Ja? Mir auch -.- So toll ich mein neues Design auch finde, leider setzt es Tabellen partout nicht mehr mittig, weshalb ich meine alte Darstellung in die Tonne treten konnte. Da ich nun aber mit meinem Rückblick sowieso schon furchtbar spät dran bin, mache ich mir erst hinterher Gedanken um eine Lösung. Vielleicht hat ja jemand eine Idee?
Am liebsten würde ich den Juli übrigens gleich wieder vergessen. So wenig gelesen und dann auch noch so viel Schlechtes. Und da ich im August bisher noch KEIN EINZIGES Buch geschafft habe, wird das wohl auch nicht besser...Aber da hat mein Umzug in ein anderes Bundesland tatsächlich einmal Vorrang.

# Gelesen im Juli: 5 Bücher

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1. Skin von Veit Etzold (1 Punkt) 
2. Das verrückte Leben der Jessie Jefferson von Paige Toon (2,5 Punkte)
3. "In the Afterlight" von Alexandra Bracken (gute 4,5 Punkte)
4. Girl in Black von Mara Lang (gute 2,5 Punkte)
5. "Flower" von Elizabeth Craft & Shea Olsen (1,5 Punkte) - Rezension folgt

Durchschnittliche Seitenzahl pro Buch: 
ca. 388
Gelesene Seiten: 
1943
Gelesene Seiten pro Tag: ca. 63
Durchschnittsbewertung: 2,4* (*ächz*)
--
Neuzugänge: 1
Abgelesen: 5
Neuer SuB-Stand August: 71


# Geschaut im Juli: 1 Kinofilm


1. Star Trek Beyond von Justin Lin [gute 4 Punkte]

Durchschnittsbewertung: 4

Ja, also, was soll ich dazu sagen. Eigentlich weiß ich nichts zu berichten, außer dass echt ALLES mies war, mit Ausnahme des Abschlusses der "The Darkest Minds"-Reihe, die ich insgesamt nur empfehlen kann. Ansonsten kann ich nichts von alldem empfehlen. Nur der neueste "Star Trek"-Film konnte mich ebenfalls sehr begeistern und ist vor allem einen Blick wert, wenn man den Vorgänger nicht so gern mochte.

Immerhin, im August kann man gut ins Kino gehen, es laufen nämlich durchaus interessante Filme - und das momentane "Sommer"wetter eignet sich dafür ja auch hervorragend. Einen der neuen Blockbuster habe ich bereits gesehen, einer folgt noch. Der Rest muss es aufgrund meines Umzugs wohl leider auf DVD werden.

Collide FilmplakatGhostbusters FilmplakatMaggie's Plan FilmplakatGenius - Die tausend Seiten einer Freundschaft FilmplakatJason Bourne FilmplakatTeenage Mutant Ninja Turtles 2: Out of the Shadows FilmplakatSausage Party - Es geht um die Wurst FilmplakatSuicide Squad FilmplakatDie Unfassbaren 2 FilmplakatElliot, der Drache FilmplakatMechanic: Resurrection FilmplakatMothers Day - Liebe ist kein Kinderspiel FilmplakatThe Shallows Filmplakat

"Collide" hätte ich wegen Felicity Jones sehr gern gesehen, der läuft bei uns aber leider nicht. Stattdessen war ich in "Ghostbusters" und habe mich köstlich amüsiert - trotz der dünnen Story. 
"Jason Bourne" schaue ich schon seit Teil 2 nicht mehr (Franka Potente ist Schuld) und die Real-Verfilmungen der "Teenage Mutant Ninja Turtles"...nun, reden wir nicht darüber. 
"Suicide Squad" ist für nächste Woche in der Preview geplant - auch wenn man sich das ja eigentlich genau überlegen sollte, Warner Bros. weiter Geld in den Arsch zu blasen, wenn sie mit Comic-Verfilmungen doch offensichtlich nicht umgehen können...
"Sausage Party" sieht total beknackt aus und könnte entweder absurd witzig oder absurd blöd sein, ich bezweifle aber sowieso, dass er bei mir läuft. 
"Die Unfassbaren 2" würde ich dafür wirklich super gern schauen (Teil 1 war genial), wahrscheinlich schaffe ich es aber nicht - und auch die anderen 4 werden es aufgrund meines Umzugs nicht. Viel Neues ist da aber auch nicht mehr dabei.

Wie war euer Juli und plant ihr, im August einen der Filme zu sehen?


[ETC.] Back Down to Earth im neuen Gewand


TADAA!


"Back Down to Earth" erstrahlt seit gestern Abend in neuem Glanze. Ziemlich ungewohnt wahrscheinlich erst einmal und vor allem: eine echte Veränderung. Von dem bunten, ziemlich wilden und auch ziemlich unprofessionellen Design zu etwas so Modernem und und Schlichtem, das ist schon ein großer Schritt. Vor allem für mich. Aber die Farben gefallen mir jetzt schon wahnsinnig gut (Grün liebe ich nun einmal über alles - ihr solltet mal meine Wohnung sehen) und den Header, der mich lange begleitet hat, vermisse ich so gut wie gar nicht. Nur meiner linken Navigationsleiste trauere ich ein bisschen nach - gleichzeitig wird so die Aufmerksamkeit viel stärker auf die Posts gelenkt.

Viel hat sich aber eigentlich nicht verändert: Oben in der Leiste finden sich noch immer die verschiedenen Reiter zu Büchern, Filmen und meinem Blog. Rechts könnt ihr noch immer sehen, was ich grade lese, was ich im Kino schaue und was sonst so Wichtiges los ist. Nur der Untertitel "Lauter nerdiger Krimskrams" ist neu (und gibt dem Blog oben im Fenster nun auch einen neuen Namen) und dass der Kommentar-Button sich jetzt unter dem Post-Titel befindet.

Das Ganze war ein ziemlicher Kraftakt, nachdem ich gestern in einem Anfall von Wahnsinn mein gesamtes altes Design in die Tonne geschmissen habe - und dann in Windeseile ein neues finden musste. Was gar nicht so einfach ist, wenn man den prinzipiellen Aufbau beibehalten will UND eigentlich gar keinen Plan von HTML und CSS hat, abgesehen von den Grundlagen aus dem IV-Unterricht. Nervlich am Ende bin ich jetzt aber doch recht zufrieden damit. Die wichtigste Frage ist allerdings natürlich: Wie gefällt es euch? Ist die Veränderung zu groß oder kann man sich dran gewöhnen? Und ist die Schrift zu klein?

Ich hoffe, ihr mögt das Ganze ebenso gern wie ich!

[Laberparade] Star Trek Beyond

"Leutnant Uhura trägt ein Vulcaya-Amulett. Ich habe es ihr geschenkt als Zeugnis meiner Zuneigung und meines Respekts." - "Sie schenkten Ihrer Freundin radioaktiven Schmuck?" - "Die Strahlung ist harmlos, Doktor, aber die spezifische Signatur macht es leicht, es zu identifizieren." - "Also haben Sie Ihrer Freundin einen Peilsender geschenkt?" - "...das war nicht meine Intention."

STORY
3 Jahre sind bereits vergangen, seit die Enterprise auf ihre 5-Jahres-Mission geschickt wurde - und langsam schleicht sich Routine ein. Das geht so weit, dass Captain Kirk darüber nachdenkt, den Job zu wechseln. Doch als sich bei einem Besuch in Yorktown ein unbekanntes Raumschiff nähert, hat die Crew wieder etwas tun: Denn die einzige Überlebende des außerirdischen Gefährts berichtet davon, in einem undurchdringlichen Nebel angegriffen worden zu sein. Selbstverständlich macht die Enterprise sich auf den Weg. Doch Kirk und seine Leute ahnen nicht, was sie damit auslösen...

MEINE MEINUNG

SCHAUSPIELER UND CHARAKTERE
Kaum zu glauben, aber auch ich war anfangs einer von den Kritikern, die die Stirn über Chris Pine als Captain Kirk gerunzelt hat. Doch im Laufe der drei Filme hat er sich Respekt verdient, denn man hat das Gefühl, dass er ebenso in die Rolle gewachsen ist wie Kirk in seine Verantwortung. Damit passen sie gut zueinander. Zachary Quinto stellt Spock immer noch so unnahbar und ehrenvoll dar, wie man das von der Figur gewohnt ist, und ist damit so etwas wie ein Fels in der Brandung. Auch Nebenfiguren wie Karl Urban als Pille und Simon Pegg als Scotty haben sich nicht verändert und sorgen mit ihrer grummeligen bzw. skurrilen Art immer wieder für wunderbare Momente. Toll ist Neuzugang Sofia Boutella als Jayla mit ihrer eigentümlichen und mutigen Art. Die Szenen Anton Yelchins sind selbstverständlich immer ein wenig mit Wehmut gefüllt - aber so schön es ist, dass er in einigen Action-Szenen dabei ist, ist es doch schade, dass sein Charakter nie wirklich die Tiefe erhalten hat, die er verdient hätte - so wie auch Uhura hier ein bisschen zu kurz kommt, obwohl Zoe Saldana doch so viel kann.

STORY
Wer sich nach den Trailern Sorgen gemacht hat, nur Action-Spektakel und dafür gar keine Geschichte geboten zu bekommen, kann beruhigt aufatmen. Explosionen und wilde Verfolgungen nehmen zwar einen nicht unwesentlichen Teil des Films ein, trotzdem kann auch die Story mit einigen Verwicklungen und ganz besonders mit ihren zwischenmenschlichen Elementen punkten. Kirk und Spock erhalten beide einen Handlungsstrang, der über ihre Zukunft entscheiden wird, und insbesondere die bei letzterem eingebundene Hommage an Leonard Nemoy ist großartig. Interessant ist, dass der Film die Geschehnisse des Vorgängers weitestgehend ignoriert - soweit, dass Carol Marcus etwa einfach nicht wieder auftaucht. Damit werden einige Fehler wieder gut gemacht, auch wenn es seltsam anmutet, dass "Beyond" mehr oder weniger ein weiterer 2. Teil ist. Leider sind Motiv und Handlungsweise des Bösewichts nicht wirklich neu und vor allem die Art und Weise, wie Uhura dem Strippenzieher auf die Spur kommt, ist auf die Schnelle nicht zu durchschauen. Immerhin führt das aber zum Auftritt eines Schauspielers, den man nicht unbedingt auf dem Schirm hat, wenn man nicht bei IMDb durch die Cast-Liste scrollt - so gibt es immerhin noch eine kleine Überraschung.

UNTERHALTUNGSWERT
Schön ist, dass im 3. Teil des neuen Franchises nun endlich wieder ein großer Bezug auf die Stärke der Föderation durch den Zusammenhalt genommen wird - genau den Gedanken, den Gene Roddenberry bei der Erfindung hatte. Die Lebewesen vollkommen unterschiedlicher Ursprünge leben friedlich zusammen und können so alles erreichen, was sie wollen - das wird hier wieder deutlich und verleiht dem Ganzen dadurch richtige Star Trek-Atmosphäre. Davon abgesehen kommt selbstverständlich auch der Humor nicht zu kurz - und wird meiner Meinung nach sogar auf Höchstleistung geschraubt. Zu verdanken haben wir das wohl Simon Pegg, der am Drehbuch beteiligt war und dem Film damit unheimlich viele richtig witzige Szenen beschert hat. Spaß hat man hier also definitiv. 

FAZIT
Man hat das Gefühl, dass die neue Generation der "Star Trek"-Filme durch den Regiewechsel und Simon Pegg als Neuzugang bei den Drehbuchschreibern endlich an das altbekannte Universum anknüpfen kann. Ein unterhaltsamer, actionreicher Film, der einige Fehler des letzten Films ungeschehen macht. "Beyond" erhält von mir gute 4 Punkte.




[Reisebericht + Verlosung] One belongs to New York instantly...


..., one belongs to it as much in five minutes 
as in five years.

- Tom Wolfe

Ich bin zurück aus meinem mehr oder minder kurzen Trip nach Amerika: 4 Tage in New York haben mich geschafft, mich ausgelaugt, mich fertig gemacht - und am liebsten würde ich das alles jetzt gleich noch einmal erleben. New York ist so eine Stadt, die man gesehen haben muss. Sie ist voll, sie ist schmutzig, sie ist laut und im Sommer ist sie unerträglich heiß und das alles trägt zu diesem rauen, ausgeflippten Charme bei. Es ist, wie Tom Wolfe es gesagt hat: Du bist da, du siehst die Stadt zum ersten Mal und du bist drin, wirst eingesaugt und nicht mehr losgelassen. 
Und heute möchte ich euch ein bisschen darüber erzählen.

Die Anreise 
Geflogen sind wir mit der Lufthansa von Frankfurt - der einzige Flughafen, an dem es einen Direktflug gibt. Meine Mutter ist eigentlich kein Fan der Gesellschaft, weil der Service früher ziemlich schlecht war, inzwischen scheint sich aber doch einiges geändert zu haben. Auf den achteinhalb Stunden gab es Mittag- und Abendessen und ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm - von den Filmen, die ich gesehen habe, werde ich auf jeden Fall noch in den Kurzspots berichten.


Eines sollte man bei der Reise nach Amerika aber auf jeden Fall mitbringen: Zeit. Denn durch die extrem strengen Sicherheitsvorkehrungen dauerte es geschlagene 2 Stunden, bis wir durch die Kontrollen beim Einreisen waren, danach anderthalb, um vom JFK nach Manhattan zu kommen, und im Hotel wiederum 1 Stunde, um einzuchecken. Man mache sich also keine Illusionen, bei einer Ankunft um 13:30 Uhr noch etwas von New York zu sehen - es war halb 7, bis wir endlich auf der Straße waren.

Die Unterkunft
Solltet ihr einmal nach New York fliegen: Ich rate euch, ein bisschen mehr Geld für die Unterkunft auszugeben. Natürlich, letztendlich ist man nur zum Schlafen da, aber trotzdem ist es schön, abends nicht in ein total verwohntes Hotelzimmer zu kommen. Das Hotel Pennsylvania war schon vor 12 Jahren alt, als meine Mutter allein dort war, und es ist seitdem nicht besser geworden. Hier sage ich: Finger weg!

Das Stadtleben
New York ist voll. Das ist keine Neuigkeit, schließlich leben dort 18,9 Millionen Menschen und jährlich kommen noch etwa 50 Millionen Touristen hinzu. Dementsprechend drängeln sich die Menschen auf den Straßen, die Geschäfte sind gut gefüllt und auf der Straße reiht sich eine Bude an die andere. Es ist ziemlich genau wie in den Filmen: Alle 5 Minuten ist eine Sirene zu überhören, die Fußgänger interessiert selten, was die Ampel vor ihnen anzeigt, und die Verkäufer sind charmant wie sonst was. Es ist nicht selten, bei einem Hutkauf Komplimente zu hören, dass man aussähe wie ein Filmstar. Was woanders plump wirken würde, ist hier nicht nur normal, es erscheint auch noch fast ernst gemeint.
Und nicht umsonst wird New York die "Stadt, die niemals schläft" genannt, denn es gibt nur von etwa 4-5 Uhr morgens ein kleines Zeitfenster, in dem es auf den Straßen ruhiger wird - außerhalb dessen ist es nachts fast so laut wie tagsüber...und auch fast so hell.


There is something in the New York air 
that makes sleep useless.
 Simone Beauvoir

Der 1. Tag
Unser Tag nach der Ankunft war der Kultur gewidmet: Erst morgens um 11 rüber nach Liberty Island, später waren dann noch Chinatown und das 9/11-Memorial geplant. Blöderweise unterlief uns gleich zu Anfang ein Fehler: Wir stiegen aus der Subway statt an der Fähre bereits am Battery Place aus und hatten daher einen etwa 45-minütigen Gewaltmarsch vor uns - bei 32° und knallender Sonne. Immerhin: Sport hatten wir damit schon. Und der Ausblick vom Schiff sowie die Insel selbst haben uns dann auch dafür entschädigt.


Bei der Hitze und noch ohne Sonnenhut ist uns allerdings leider die Lust auf Chinatown vergangen - und daher machten wir uns nur auf den Weg zum neuen World Trade Center. Auf dem Weg dahin zogen bereits dunkle Wolken auf und direkt, nachdem wir den Weg ins Gebäude gefunden hatten, ging ein Wolkenbruch nieder, der sich gewaschen hat. Von der Stimmung her hat das ziemlich gut zum 9/11-Memorial gepasst - und die Luft draußen hat sich auch noch abgekühlt.


Der 2. Tag
Nach dem anstrengenden vorherigen Tag, beschlossen wir, es am Dienstag ruhiger angehen zu lassen - und zu shoppen. Dass Macy's, das weltgrößte Kaufhaus, nebenan von unserem Hotel liegt, kam uns da sehr gelegen.  Man muss sich das mal vorstellen: Dieser Laden umfasst tatsächlich einen gesamten Block, 10 Stockwerke und beschäftigt allein etwa 3000 Mitarbeiter. Dementsprechend schwierig ist es auch, sich dort zurecht zu finden.
Tatsächlich sind die Klamotten und Beauty-Produkte aber deutlich teurer als man sich das vorstellen mag, denn es stellen ausschließlich Designer und hochpreisige Kosmetik-Unternehmen ihre Waren aus. Ich persönlich hätte ja niemals gedacht, dass mir solche Kleidung einmal gefallen würde - und doch sind es am Ende ein Kleid von Calvin Klein und Vince Gamato geworden. Ähem.

Danach musste erst einmal wieder etwas Kultur her - selbstverständlich mit dem Empire State Building, das mit rund 443 Metern bis 1972 das höchste Gebäude der Welt war und in nur etwas über einem Jahr erbaut wurde. Unvorstellbar fast, wenn man daran denkt, wie lange sie hier bei uns an einzelnen Gebäuden herumbauen...Wir sind bis zur Aussichtsplattform im 86. Stockwerk gelangt, was meiner Meinung nach auch reicht - in der 102. Etage sieht man, denke ich, nicht viel mehr. Der Ausblick ist aber definitiv großartig, die Investition lohnt sich also.


Spät am Nachmittag ging es für uns dann noch Queens und zwar aus einem ganz bestimmten Grund: Als Ober-Nerd wollte ich unbedingt persönlich einen Hot Topic-Store von innen sehen - und zu meinem Glück hatten sie auch noch genau das vorrätig, was ich unbedingt haben wollte. Nun bin ich stolze Besitzerin einer Harley Quinn-Jacke (der aus dem Film)  und eines Alice im Wunderland-Kleides. 

Der 3. Tag
Nach einem sehr anstrengenden Anfang der Woche, wollten wir am Mittwoch einfach nur noch chillen. So ganz hat das nicht geklappt, da wir auf unseren Subway-MetroCards nur noch genug Geld für die Rückfahrt hatten und daher zwangsläufig zu Fuß zum Central Park mussten - wobei wir auf dem Weg natürlich von so einigen Geschäften und dem regen Times Square aufgehalten worden sind.


Eigentlich wollten wir uns auch noch Karten für den Broadway besorgen - aber meine Mutter war vor der Reise der FESTEN Überzeugung gewesen, es würde noch genug Karten an den Abendkassen geben und SELBSTVERSTÄNDLICH war dies nicht der Fall. Ein Musical fiel also flach. Da mein Traum-Stück mit Saiorse Ronan, "The Crucibles", aber sowieso nur bis zum 17. Juli lief, hält sich meine Enttäuschung noch in Grenzen.

Gegen 16 Uhr kamen wir letztendlich doch noch im Central Park an und, ja, der ist schön - sehr schön sogar. Nicht nur ist er riesig und toll angelegt, man kann auch Eichhörnchen beobachten, die teilweise so zutraulich sind, dass sie einem aus der Hand fressen.


Der letzte Tag
bestand tatsächlich nur aus Abreise, Nachtflug und Zugfahrt zurück nach Hause - inklusive totalem Jetlag, nachdem wir 24 Stunden auf den Beinen gewesen waren. Schlafkojen in Flugzeugen wären, finde ich, noch eine Erfindung wert.

Die Verlosung
Wow, okay. Hat überhaupt jemand so weit gelesen? Offensichtlich sind beim Schreiben ein wenig die Pferde mit mir durchgegangen. Kommen wir aber nun zu dem Teil, wegen dem ihr doch sowieso hier seid, wenn ihr denn hier seid: Dem kleinen Gewinnspiel ;)

Ich habe aus New York ein kleines Set bestehend aus einem Schlüsselanhänger, einem Lesezeichen und einem Bleistift mitgebracht. Zusätzlich dazu darf sich der Gewinner eine von den 3 folgenden DVDs aussuchen, wobei die Filme - natürlich - alle in New York spielen.



Was ihr dafür tun müsst? Verratet mir einfach, ob ihr auch gerne mal nach New York möchtet - oder sogar schon mal da wart? - und was ihr dann am liebsten erleben oder ansehen würdet.

Zeit dazu habt ihr bis einschließlich zum 10.08., auslosen werde ich hier im Post. Bitte gebt eine Kontaktmöglichkeit an, sofern ihr keinen Blog mit Impressum habt.

Ich hoffe, euch hat der Reisebericht gefallen - und wünsche euch viel Glück bei der Verlosung!


EDIT 11.08.2016: Die Auslosung!



Gewonnen hat damit Lotti, herzlichen Glückwunsch! Die Mail an dich geht gleich raus :)

[ETC.] Auf nach New York!


Ich melde mich nun offiziell ab, denn morgen fliege ich für einige Tage nach New York. Eine lange gewünschte und lange geplante Reise, die nun endlich, endlich Wirklichkeit wird! Man kann sich vorstellen, ich bin ziemlich aufgeregt, denn meine letzte Amerika-Reise war vor ziemlich genau 19 Jahren :D Leider kann ich genau das, was ich mir vorgenommen hatte (Die "Tonight Show Starring Jimmy Fallon", die NBC-Tour, das Broadway-Musical "The Crucibles" mit Saiorse Ronan) nicht anschauen, weil es keine Tickets mehr gibt bzw. vorher Schluss ist - aber ich bin sicher, dass ich trotzdem viel erleben werde.

Wiederkommen werde ich am 22. Juli mit einem hoffentlich interessanten Reisebericht im Gepäck - und mit Sicherheit ganz vielen Mitbringseln. Vielleicht finde ich sogar etwas zum Verlosen, also: stay tuned ;)

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche!

[Buchrezension] Das verrückte Leben der Jessie Jefferson - Paige Toon

Er schluckt. "Und was hast du jetzt vor?"
"Was meinst du?", frage ich.
"Willst du...Willst du, dass wir mit ihm Kontakt aufnehmen?"
Ich werde beinahe ohnmächtig. Noch vor zehn Minuten wusste ich nicht einmal, wer mein richtiger Vater ist. Und jetzt bietet Stu mir an, mit ihm Kontakt aufzunehmen. "Das würdest du tun?"
"Ja."
Die kleine Stimme in meinem Kopf fragt: Will er mich etwa loswerden? Doch die Antwort auf diese Frage will ich lieber nicht wissen. Jedenfalls im Moment nicht. Im Moment möchte ich nur eins: meinen leiblichen Vater kennen lernen. Mit welchen Konsequenzen auch immer.

Das verrückte Leben der Jessie JeffersonINHALT
Jessie ist erst 15 Jahre alt und musste bereits einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen: Wenige Monate zuvor ist ihre Mutter gestorben und nun lebt sie mit ihrem Stiefvater Stu zusammen, weil sie ihren Erzeuger nie kennen gelernt hat. Frustriert und traurig flüchtet sie sich in Alkohol und lange Nächte - bis Stu es nicht mehr aushält und ihr sagt, wer ihr leiblicher Vater ist: Rockstar Johnny Jefferson! Jessie ist völlig von der Rolle und noch begeisterter, als sie auch noch eingeladen wird, eine Woche mit Johnny und seiner Familie zu verbringen. Doch der gemeinsame Start gestaltet sich holprig und Jessie ist sich gar nicht sicher, ob dieses Leben etwas für sie ist...

MEINE MEINUNG
Mit "Das verrückte Leben der Jessie Jefferson" hat Paige Toon, bekannt für ihre Frauenromane, ihr erstes Jugendbuch veröffentlicht - aufbauend jedoch auf ihrer Reihe um Johnny Jefferson selbst. Mit Jessie hat sie sich eine ausgesprochen junge Protagonistin ausgesucht, die sehr pubertär denkt und handelt. Die Dialoge sind von Umgangs- und Jugendsprache geprägt, die aber nicht sonderlich glaubwürdig ist; gleichzeitig wirkt der Stil ausgesprochen erwachsen, teilweise werden sogar Worte wie "ostentativ" verwendet - was einfach nicht zusammenpasst. Immerhin kann man sich durch die Ich-Perspektive gut in die Protagonistin hineinversetzen, auch wenn das nicht bedeutet, dass man sie versteht.

Jessie kann einem als Hauptcharakter ziemlich arg auf die Nerven gehen. Verständlich ist natürlich, dass sie nach dem Tod ihrer Mutter vor ihrem Schmerz und ihren Schuldgefühlen flüchtet. Nicht verständlich ist aber, wie sehr ihr Alkoholkonsum verharmlost wird - er wird für ein solches Mädchen regelrecht als normal dargestellt. Ansonsten ist sie eine ziemliche Zicke und hat nur selten wirklich helle Momente. Zwar wird sie im Laufe der Handlung etwas erwachsener, von einer wirklich sympathischen Protagonistin ist sie aber auch dann weit entfernt. Ihre beiden Love-Interests Jack und Tom sind absolut austauschbar und hinterlassen kaum einen Eindruck, außer, dass beide Herzensbrecher sind - für mich kein Argument für auch nur einen der beiden. Johnny, seine Frau Meg und deren beide Kinder sind nette Nebenfiguren, die man über die 300 Seiten langsam besser kennen lernt. Am sympathischsten ist aber definitiv Jessies Stiefvater Stu, der sich rührend um sie kümmert und doch immer wieder von ihr zurück gestoßen wird.

Ich hatte beim Lesen des Romans oft das Gefühl, dass er ab einem gewissen Alter auch für Jugendbuch-Leser einfach nichts mehr ist - dafür ist das Ganze einfach zu pubertär. Hauptsächlich dreht sich alles um Jessies Wunsch, allen von ihrem berühmten Vater erzählen zu können und mit einem ihrer beiden heißen Kerle herumzuknutschen. Die sich anbahnende Dreiecks-Beziehung hätte meiner Meinung nach schon mal gar nicht sein müssen, und die Annäherung zwischen Jessie und ihrer "neuen" Familie geht viel zu schnell, um glaubwürdig zu sein. Es gibt ein paar wichtige Aussprachen und Streits, die die Handlung etwas voranbringen, ansonsten passiert aber einfach nicht viel außer immer neuer Besuche auf irgendwelchen kleinen oder großen Hollywood-Partys. Worauf die Trilogie hinauslaufen wird, ist auch spätestens klar, als Jessies großes Gesangstalent offenbart wird - Überraschungen sind also in den Folgebänden wohl ebenfalls nicht zu erwarten. Außer vielleicht dahingehend, für welchen der Jungen sie sich entscheidet...

FAZIT
Vielleicht bin ich mit 20 Jahren mittlerweile einfach zu alt für Bücher mit 15-jährigen Protagonisten. Vielleicht lag es hier aber auch einfach an der langweiligen Geschichte ohne große Überraschungen - auf jeden Fall sind "Das verrückte Leben der Jessie Jefferson" und ich nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. Zu pubertär, zu viel Romantik, zu wenig Entwicklung. Daher leider nur 2 Punkte.


Titel: Das verrückte Leben der Jessie Jefferson
Originaltitel: The Accidental Life of Jessie Jefferson
Autor: Paige Toon
Übersetzer: Gisela Schmitt
Seitenzahl: 304 Seiten
ISBN-13: 978-3956495670
Bereitgestellt durch

2016 Reading Challenge

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"Pretty Baby" von Mary Kubica [9/304]

Mein letzter Kinobesuch

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"Suicide Squad" am 17.08.

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