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[Rückblick + Gewinnspiel] Das verflixte 7. Jahr ist vorbei!



Es ist so weit: Heute auf den Tag genau vor 7 Jahren habe ich diesen Blog gestartet. Damals noch als persönlichen Blog, der hauptsächlich aus Unfug bestand, bis ich ihn im Februar in einen Rezensionsblog verwandelte. Aber der Beginn zählt ja. Daher starte ich nun eine Verlosung, um das gebührend zu feiern - muss zuerst aber natürlich ein paar Worte verlieren.

Mit 14 habe ich begonnen, über mein Leben und meine Interessen zu schreiben - öffentlich, im Internet. Das haben anfangs nur wenig Leute mitbekommen und ich gehöre auch heute beileibe nicht zu den bekanntesten Bloggern. Aber das ist auch gar nicht schlimm. Ich habe seit Jahren eine ziemlich beständige Zahl von 363 Lesern, die mir anscheinend treu bleiben wollen und das finde ich wirklich, wirklich schön. Um die 3000 Kommentare habe ich über die Jahre erhalten und auch, wenn ich mir leider oft ziemlich Zeit mit meinen Antworten lasse, freue ich mich über jeden einzelnen. Ich freue mich riesig, wenn ich jemanden zum Nachdenken anregen oder ihm Lust auf ein Buch/eine Serie/einen Film machen kann. Das ist mein Ziel als Bloggerin und ich hoffe, dass ich es bereits des Öfteren erreicht habe.

Inzwischen bin ich also ziemlich lange dabei und in dieser Zeit hat sich so einiges geändert. Nicht nur bin ich älter geworden, natürlich, sondern auch ein bisschen erwachsen. Darüber habe ich sogar mal in einem Post gesprochen. Ich bin letztes Jahr von Niedersachsen nach Rheinland-Pfalz gezogen und manchmal noch ein bisschen verwundert über die Rheinhessen, aber auch begeistert von der Freundlichkeit, die ich aus Norddeutschland gar nicht gewohnt bin.
Mein Lesegeschmack hat sich von Romantasy und mein Seriengeschmack sich von Sitcoms so ziemlich in das Gegenteil verkehrt: Heute mag ich es gern actionreich und ein bisschen blutig. Ich bin dafür aber immer noch sehr begeisterungsfähig und kann mich weiterhin lang und laut über Dinge aufregen - kein Wunder also, dass ich 2012 die Kategorie Mein Ärger über ins Leben gerufen habe.

Seit eben diesem Jahr schreibe ich auch jährlich Monatsstatistiken und eines ist daran sehr deutlich geworden: Dass ich vor 5 Jahren noch ziemlich genau doppelt so viel Zeit hatte wie heute. Damals habe ich ganze 119 Bücher gelesen - mittlerweile muss ich mich extrem anstrengen, um überhaupt noch die 60 zu knacken. Mitunter liegt es aber auch an den Filmen und den Serien, die weitere Themen meines Blogs sind. Nur die Anzahl der geschauten Serien hat aber zugenommen :D
Seit 2014 bin ich außerdem bei Goodreads, was einerseits vieles erleichtert - und mir gleichzeitig mit Vergnügen zeigt, dass ich eindeutig zu viele schlechte Bücher lese, weswegen die Durchschnittsbewertung von 3,56 nicht wirklich verwundert:

  
Trotzdem bringt mich das nicht davon ab, jedes Jahr wieder zu versuchen, meine Durchschnittsbewertung zu erhöhen - ob mir das 2017 gelungen ist, werde ich dann im Jahresrückblick feststellen.

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Und damit habe ich auch definitiv genug gequatscht. Ich möchte etwas zurückgeben für all die Zeit, die ihr in eure Kommentare steckt und die Freude, die ihr mir bereitet. Daher verlose ich natürlich auch Dinge, die mich in meinen 7 Jahren des Bloggens auf irgendeine Weise geprägt oder begleitet haben.



1. Preis:

Ein Wunschbuch oder ein Wunschfilm aus all meinen gelesenen/geschauten Büchern/Filmen. Diese könnt ihr hier und hier einsehen. Auch unter den Kurzspots sind noch einige zu finden. Natürlich kann ich nur empfehlen, einen meiner Lieblinge zu wählen ;) Dazu hier meine Favorites auf Goodreads. Der Gewinner darf entscheiden, ob er beim Buch die deutsche oder englische Ausgabe erhalten möchte.

2.-5. Preis:

Hier habe ich eine kleine Auswahl aus gelesenen Büchern und geschauten Filmen zusammen gestellt. Für jedes davon könnt ihr in den Lostopf hüpfen.

"Simpel" von Marie-Aude Murail


Tatsächlich habe ich diese Lektüre gelesen, bevor ich zu bloggen begonnen habe - aber es war ein Buch, das mich durch seine Warmherzigkeit lange nicht losgelassen hat. Gut gegen Vorurteile und gut für die Seele. Zu gewinnen gibt es die Filmausgabe.

"Sleeping Giants" von Sylvian Neuvel


Ich erwähne es ständig und ich werde es bestimmt noch öfter tun - aber eines meiner Highlights 2016 muss ich natürlich hier verlosen. Zu gewinnen gibt es die Taschenbuchausgabe.

"Forbidden" von Tabitha Suzuma


Bei Erscheinen war das Buch in aller Munde und auch ich habe es heiß und innig geliebt. Eine intensive Geschichte voller Schmerz, Vertrauen, Angst und Liebe. Zu gewinnen gibt es die gebundene Ausgabe.

"Interstellar"


Mein Lieblingsfilm 2014, der mich vollkommen überwältigt zurückgelassen hat. Ein Glanzstück von Christopher Nolan, das ich jedem nur empfehlen kann. Zu gewinnen gibt es die DVD.

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Alles, was ihr dafür tun müsst, ist, mir einen Kommentar zu hinterlassen und mir zu erzählen, was euch aus den letzten 7 Jahren am meisten im Gedächtnis geblieben ist - ein Weltereignis? Etwas Persönliches? Etwas Gutes, etwas Schlechtes? Gebt bitte auch eure Wünsche für die Verlosung an (auch, ob ihr Wunschbuch/-film gewinnen möchtet, da braucht ihr aber noch keinen Titel zu nennen) und hinterlasst eine Kontaktmöglichkeit - oder schaut zwischen den Feiertagen regelmäßig hier herein.
Teilnehmen könnt ihr bis zum 23.12.2017 um 24 Uhr.

Jeder erhält durch seinen Kommentar ein Los. Es kann für so viele Preise wie gewünscht in den Lostopf gehüpft, aber nur einmal gewonnen werden. Zur Teilnahme berechtigt sind alle natürlichen Personen über 14 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern. Mehrmalige Versuche führen zum Ausschluss. Ausgelost wird das Gewinnspiel zwischen Weihnachten und Silvester, die Glücklichen werden hier bekannt gegeben und gegebenenfalls kontaktiert. Wird sich innerhalb von 10 Tagen nicht mit einer Adresse zurück gemeldet, muss neu ausgelost werden. Achtung! Verschickt wird erst in der zweiten Woche des neuen Jahres, da ich davor im Urlaub bin. Adressen werden nur zum Versenden des Gewinns genutzt und danach gelöscht.

Und nun wünsche ich euch viel Glück!

[Mein Ärger über...] Die Academy Awards 2012

Eigentlich sollte jetzt eine neue Filmrezension erscheinen, aber dann wurden gerade eben die Oscar-Nominierungen bekannt gegeben - und ich bin verärgert! Also sollte es einen Post dazu geben, nur die Einordnung fiel mir schwer...und mir kam eine glorreiche Idee: Ab jetzt gibt es die Mein Ärger über-Kategorie, schließlich kommt es ja öfter mal vor, dass man sich über etwas ärgert. Ich hoffe selbstverständlich, dass diese Rubrik nicht zu oft zum Tragen kommt ;)

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Auf Facebook habe ich per "Like" [oder per "Arr!", wie es auf Pirate English heißt] einige Filmseiten, Produzenten und Magazine abonniert, wodurch ich auch sehr schnell auf die Nominationen der Oscars gestoßen bin. Man ist es ja gewohnt: Es werden nicht unbedingt die besten Filme gekürt, eher so Mainstream, aber noch im annehmbaren Bereich. Daher war ich doch positiv überrascht, dass "The tree of life" einige Plätze einfahren konnte - andere dafür vollkommen außen vor gelassen wurden. Und genau darüber rege ich mich auf.

Leonardo DiCaprio ist seit ca. 20 Jahren im Geschäft, aber bis auf ein paar Nominationen ist noch NICHTS dabei rumgekommen. Natürlich, andere Awards - leider aber werden die Oscars am meisten gewichtet im Ruhm eines Akteurs, warum auch immer. Die Auswahl zeugt jedenfalls nicht immer von Sinn und Verstand der Jury, sind doch "Der gestiefelte Kater" oder gar "Brautalarm" nominiert. Während also DiCaprio seit Jahrzehnten geflissentlich übersehen wird, heimsen andere die Preise für Filme ein, wo man nur den Kopf schütteln kann.

Auch Ryan Gosling ist nicht dabei, kein einziges Mal. Dabei hatte er 2011 mindestens zwei würdige Filme: "The Ides of March" und "Drive" - warum also ist er nicht dabei? Schon für "Blue Valentine" wurde er arg vermisst. Aber davon nicht genug - auch "Melancholia" fehlt, "J. Edgar", Michael Fassbender oder Andy Serkis wurden ebenso übergangen. Und das stört nicht nur mich.

Einige Überraschungen sind tatsächlich dabei: Gary Oldman wurde zum 1. Mal nominiert - man sollte meinen, das wäre schon öfter passiert. "The Artist" ist viel dabei, ebenso "The Help" ein paar Mal und auch "Hugo Cabret" - daneben dann aber der Pferdefilm "Gefährten", bei dessen Nominierung sich mir der Sinn verschließt. Und warum also genau wurde "Brautalarm" - meiner Meinung nach der schlechteste Film 2011 [und nicht nur meiner Meinung nach; ein schönes Zitat von Twitter: Fat boy farts in movie. Meh. Fat girl farts in movie. Oscar nomination.] nominiert, aber "Der Gott des Gemetzels" und andere komplett außen vor gelassen?

Ich kann es nicht verstehen, es ist mir unbegreiflich. Dieses Jahr werde ich in der Nacht der Oscars definitiv schlafen! Nachzulesen sind die Nominierungen übrigens hier.

Was haltet ihr von den Ausgewählten und werdet ihr euch die Academy Awards dieses Jahr anschauen?

[Mein Ärger über] Netflix (und warum ich mein Abo gekündigt habe)


Bildergebnis für netflix

Es war einmal...

...ein Netflix, das als sicherer Hafen angesehen wurde, das sich vom herkömmlichen Fernsehen abhob, sogar alte und noch immer geliebte Serien zurückholte (auch wenn das meiner Meinung nach bei den "Gilmore Girls" ein ziemlicher Schuss in den Ofen war).

...ein Netflix, das sich nicht nur um Zahlen zu kümmern schien, sondern auch um die Konsumenten.

...ein Netflix, dessen Originals vor Originalität und Diversität nur so strotzten.

Und jetzt will Netflix "mehr Experimente wagen", aber auch "mehr absetzen". Den Anfang machte das Portal letztes Jahr mit "Marco Polo" nach zwei Staffeln. Dieses Jahr legte es mit "The Get Down" und "Sense8" nach und besonders letzteres lässt mich nicht nur ratlos, sondern auch wütend zurück.

Bildergebnis für sense8 season 2Mit Sicherheit hatte "Sense8" so seine Schwächen (zu langsames Storytelling, durchaus zu viel Sex) und vielleicht kamen die Zuschauerzahlen auch nicht an die Erwartungen heran. Bei der geringen Promotion, die die Serie im Gegensatz zu anderen Originals erfahren hat, aber auch kaum ein Wunder. Immerhin wird sie weltweit geschaut - nicht nur, weil auf allen Kontinenten gedreht wurde.

"Sense8" ist das momentan Diverseste, was in Film und Serie zu finden ist mit Charakteren jeglicher Hautfarbe und sexuellen Ausrichtung, die ein utopisch angehauchtes Bild von Akzeptanz und Solidarität zeigen, aber auch der Dunkelheit begegnen. Transgender oder Homosexuelle können sich mit den Geschehnissen ebenso identifizieren wie Heterosexuelle. Sobald man sich auf die Handlung und diese wunderschöne Idee von acht miteinander verbundenen Menschen eingelassen hat, lässt sie einen nicht mehr los.

Und gerade diese Serie, deren 2. Staffel mit einem üblen Cliffhanger endet, der so vielversprechend ist, wurde nun - ausgerechnet im Pride Month Juni! - abgesetzt. Ohne den Fans einen Abschluss zu gönnen, wenigstens eine letzte Folge. Und, noch schlimmer, ohne den Machern selbst diese mögliche Entscheidung vorher zu kommunizieren und so eine Verdichtung der Handlung zu ermöglichen, womit das Ganze noch hätte abgeschlossen werden können.

Über 500.000 Menschen haben die größte Petition für ein Renewal der Serie unterzeichnet, und viele (auch ich) machen fast täglich ihrem Unmut über die Absetzung Luft - über Twitter oder Facebook, unter beinahe jedem Post sind Kommentare zu "Sense 8" zu finden. Die Fangemeinde ist riesig und sie kämpft.



Mehr als ein offizielles "Wir wollten ja, aber es ist nicht möglich" bekommen sie allerdings nicht zu hören. Auch ein Abschlussfilm steht wohl nicht zur Debatte, Netflix scheint auf eine Wiedergutmachung keinen Wert zu legen. Sieht so Kundenorientiertheit aus?

Netflix spielt hier ganz offen mit seinen Zuschauern und geht nicht auf die Wünsche ein. Natürlich muss das Unternehmen wirtschaftlich denken, keine Frage, und 100 Millionen Dollar für eine Staffel sind eine ganze Menge Geld. Denjenigen, die ihre Zeit und auch ihre Gefühle investiert haben, allerdings kein Ende zu bieten, egal, ob es eventuell noch einmal Verlust eingefahren hätte, könnte so auf lange Sicht aber noch mehr Probleme mit sich bringen: Die Verärgerung der Kunden nämlich und damit die Abwanderung.



So wie auch ich abgewandert bin. Zum 26.06.2017 ist mein Abo offiziell gekündigt, danach erhält Netflix keinen Cent mehr von mir. Ob diese fehlenden 10€ ihnen weh tun werden? Wahrscheinlich nicht. Aber mir selbst gibt es ein gutes Gefühl, ein Zeichen gesetzt zu haben. Das Geld stecke ich lieber in Amazon, das bisher noch keine Serien abgesägt hat.

Was haltet ihr von den neuen Praktiken von Netflix?

Update 30.06.2017: Nach langem Kampf und fast einem Monat des Bangens und Hoffens hat sich Netflix endlich ein Herz gefasst und schenkt uns Fans wenigstens einen zweistündigen Abschluss. Dieser wird natürlich nicht alles auflösen können - aber er ist immerhin etwas und lässt uns nicht mehr ganz so ohne ein Ende zurück. "The Get Down" und "Marco Polo" bleiben jedoch weiter ohne ein Special. Netflix sollte dennoch definitiv über die eigene Strategie nachdenken.

[Mein Ärger über...] Vollidioten im Kino

Ich hatte ja bereits die Hoffnung, diese Kategorie nach meiner Enttäuschung über die "Academy Awards 2012" nie wieder nutzen zu müssen. Aber jetzt muss es doch sein. Denn meine Frustration hält sich kaum noch in Grenzen.

Gestern war ich in "21 Jump Street", die Rezension dazu ist bereits online. 14 Uhr, kurz nach der Schule, also nicht wirklich viel los, auch wenn Kinotag war. Wir waren insgesamt vielleicht 20 Leute.
Kurz vor Beginn des Filmes kamen drei Jugendliche rein, setzten sich in die letzte Reihe und fingen vorsorglich schon einmal an, die anderen Besucher zu beleidigen ["Halt die Fresse" etc.]. Nun, darüber kann man noch hinwegsehen.
Was ich allerdings noch NIE erlebt habe, war, wie die sich während des Filmes benommen haben. Nachdem sie ihrer eigenen verblödeten Kommentare und Geräusche, um Dialoge zu übertonen, wohl überdrüssig waren, fingen sie nicht nur an, gegen die Sitze zu treten, sondern auch, mit Popcorn um sich zu schmeißen. Und das nicht im geringen Maße - immer wieder gab es einen Popcorn-Regen für die Reihe davor. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, die drei wären nur da, um andere zu stören. 
Wirklich, mir verschließt sich der Sinn dahinter, bei einem Kinobesuch so etwas abzuziehen! Sicherlich fühlten sie sich absolut cool dabei, aber geht das nicht auch anders?
Schlimm fand ich allerdings auch, dass niemand etwas sagte. Alle waren genervt, es wurde sich beschwert und geseufzt, aber niemand hatte die Courage, denen mal gehörig die Meinung zu geigen. Warum können wir uns zu so etwas nicht äußern, warum nicht unseren Unmut kundtun?
Schließlich bin ich aufgestanden, habe ihnen gesagt, sie sollten aufhören, sich wie Kindergartenkinder zu benehmen, ansonsten würde ich sie rauswerfen lassen. Darauf folgte Stille, endlich. Wenn auch keine vollkommene. Ich fasse es immer noch nicht, dass ich denen einen erzählen musste, obwohl noch genug andere, auch ältere, Zuschauer da waren...

Ich bin also gleich zweimal entsetzt: Einmal über ein solches Benehmen im Kino und einmal über den fehlenden Mut, dem entgegen zu treten.

Daher frage ich mich: Was hättet ihr in dieser Situation getan? Das würde mich wirklich mal interessieren ;)

[Mein Ärger über] Die CineStar-Kinokette

Da bin ich 2016 schon aus einer Kleinstadt weggezogen in eine Stadt mit 200.000 Einwohnern - und trotzdem gibt es nur ein einziges Kino, in das ich gehen kann. Und dann ist es auch noch ein CineStar.


CineStar-Kinos sind groß und zeigen relativ viele Filme gleichzeitig. Es gibt Sneak Previews in Englisch und in Deutsch zu ziemlich kleinen Preisen, und am Wochenende oft Originalvorstellungen. Zudem gibt es ein 5-Sterne-Ticket, mit dem man 5 Mal für knapp 7 € ins Kino kommt. Das muss man der Kette zugute halten.

Mit der Kundenfreundlichkeit hat sie es aber dafür leider so gar nicht.

Ich ärgere mich also über: Die miese Freikarten-Politik

Intensive Kinogänger werden es kennen: Ab und zu gibt es auf Facebook oder anderen Portalen Kinofreikarten für bestimmte Filme zu gewinnen. Manchmal gibt es auch in Zeitschriften oder Snack-Packungen solche Aktionen. Und 2017 hat die Telekom ihren Kunden Gutscheine geschenkt - die in beinahe jedem Kino einzulösen waren.

Aber nicht bei Cinestar. Natürlich. Warum auch?

Nun hatte ich zuhause noch 5 Freikarten liegen. Erhalten vom Tobis-Verleih durch die Teilnahme an mehreren Umfragen auf Moviepilot. Die Aktion gibt es mittlerweile nicht mehr, war aber definitiv lohnenswert.

Der Film kann frei gewählt werden
Auf den Karten steht explizit, dass sie in jedem Kino einzulösen sind, in dem der gewählte Film läuft. Logisch: Das jeweilige Kino gibt die Karten aus und erhält das Geld vom Verleih zurück. Wie es schon immer gehandhabt wird.

Momentan läuft von Tobis "Gringo" im Kino, also habe ich eine Freundin eingeladen, Tickets reserviert, dann stand ich an der Kasse...und wurde abgewiesen. Es gebe eine Liste von Kooperationen mit Verleihern und Tobis stehe dort nicht drauf. Im Endeffekt musste ich die Karten also tatsächlich kaufen. Trotz Gutschein. 

Ein ernüchtender Moment, auch wenn ich gar nicht groß überrascht war - CineStar ist schließlich relativ bekannt dafür, sich bei so etwas zu sträuben. Trotzdem habe ich mich am selben Wochenende mit dem Verleiher in Verbindung gesetzt, der das Anliegen am Montag direkt an die Kette weitergegeben hat, mit der Bitte um Klärung. Und dann...habe ich gewartet.

Zwei Tage.

Das klingt erst einmal nicht viel. Aber für ein Problem, bei dem sich sogar der Verleih selbst an das Kino gewandt hat, kann ich durchaus erwarten, dass versucht wird, dem Kunden zumindest schnellsmöglich  eine Antwort zu geben. Die dann aber tatsächlich erst kam, nachdem ich mich am Mittwoch noch einmal direkt an das Kino gewandt habe. Um mir Folgendes mitzuteilen:


Eine Antwort, die einfach keinen Sinn ergibt. Wie gesagt, das Kino erhält das Geld wieder. Macht keinen Verlust. Stellt eine Kundin zufrieden, die regelmäßig kommt und einiges an Geld da lässt.  CineStar scheint das alles nicht so wichtig zu sein. Selbstverständlich können die Mitarbeiter selbst da nichts für. Aber dass sich eine Abteilung zu so etwas hanebüchenem entschließt - dafür habe ich kein Verständnis.

https://www.tobis.de/

Tobis, im Gegensatz dazu, hat mir als Entschädigung Freikarten für einen Kinofilm ("Adrift" mit Shailene Woodley und Sam Claflin) im Juli versprochen, obwohl das Ganze nicht deren Fehler ist. So geht Kundenfreundlichkeit.

Nachtrag 20.04.2018, 10 Uhr: Am gestrigen Nachmittag kam noch eine weitere Mail mit einer Erklärung zur Handhabung von Freikarten - aufgrund des Verwaltungsaufwandes wurde letztes Jahr auf Freikarten mit QR-Code umgestellt, um diese nur einscannen zu müssen. Karten ohne solch einen Code werden daher nicht mehr angenommen.
Immerhin weiß ich damit nun also den Grund für den ganzen Ärger. Es wäre nur schön gewesen, hätte es direkt eine Erklärung gegeben. 

 Habt ihr euch auch schon mal richtig über ein Unternehmen geärgert?

[Mein Ärger über...] Das Verarmen der Sprache

Lange ist es her, dass ich meinem Ärger über etwas das letzte Mal Luft gemacht habe - aber heute ist es notwendig. Das wird lang, vielleicht langweilig und vielleicht ein bisschen besserwisserisch. Aber diejenigen, die so wie ich den Niedergang der Sprache befürchten [ich bin nur ein bisschen theatralisch, bestimmt], die können sich hier vielleicht ebenfalls austoben.

Von "Ich mache das öfters" bis "Du bist die Einzigste für mich"

Uah. Wem sich hier nicht die Fußnägel hochrollen, der ist ziemlich abgehärtet. "Öfters" war plötzlich einfach da, irgendwann. Es kommt aus dem Österreichischen, hat sich dann hier niedergelassen und darf mittlerweile sogar laut Duden genutzt werden. Allerdings ist es stilistisch einfach unschön und daher sehe ich mit Schrecken, wie es mittlerweile in Büchern nicht nur Einzug in die Dialoge hält, sondern auch in den normalen Text. Muss dieser Buchstabe am Ende denn sein? Worin steckt der Nutzen und weshalb ist es so schwer, dieses s wieder wegzulassen?

Fragen über Fragen, die nur noch wütender in meinem Kopf herumkreisen, wenn ich an "einzigste" denke. Man muss sich das mal vorstellen: Da wird das Wort "einzige" einfach noch mal gesteigert. Gesteigert. Etwas, das sowieso schon allein ist, ist dann noch alleiner. Das ist, wie die Toten in tot, toter und mausetot zu unterteilen: Schlichtweg unmöglich. Grammatikalisch wie menschlich. Davon, immerhin, wurde ich in Büchern bisher verschont.

Von scheinbaren Dingen, die umsonst sind

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Letztens schlug ich meine aktuelle Lektüre auf, las in der Überschrift "umsonst" und hatte gleich gar keine Lust mehr. Das ist, als würde jemand vor meinen Augen in einen Obstsalat Ananas schnippeln: Mir vergeht der Appetit.
Es scheint sehr schwer zu sein, die Worte "umsonst" und "kostenlos" auseinander zu halten, obwohl sie völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. 
Umsonst bedeutet ganz schlicht vergeblich. Es wird also etwas getan, und das war schlussendlich für die Katz. [Wie etwa im Herbst während starken Windes Blätter zu fegen. Das ist total umsonst, ich spreche aus Erfahrung.] 
Kostenlos sind die Dinge, die die Kosten los sind, also auch gratis
Ich würde sehr gern mal wieder in einem Artikel lesen oder in einer Sendung sehen, wie diese Worte richtig gebraucht wären. Das wäre ein Traum.

Ähnlich verhält es sich mit "anscheinend" und "scheinbar". Auch hier haben beide Worte nicht viel miteinander zu tun außer dem "schein". Beim Gebrauch beider scheint auch etwas irgendwie zu sein.
Anscheinend besagt, dass etwas den Anschein hat, der dann auch richtig ist. Es ist also eine Vermutung auf der Basis von Fakten. Wenn beispielsweise keiner einen Plan hat, worum es eigentlich geht, hat ganz anscheinend auch keiner zugehört.
Bei scheinbar jedoch wirkt etwas nur auf eine bestimmte Weise, in Wahrheit verhält sich die ganze Sache allerdings anders. Wenn die Frau also der Polizei von einem Alibi erzählt, in Wirklichkeit aber ihren Mann getötet hat, hatte sie nur scheinbar keine Gelegenheit, ihn zu ermorden.
Zu diesem Thema auch noch ein sehr netter Artikel von Bastian Sick. "Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod" ist übrigens von mir empfohlene Pflichtlektüre.

Von der Apostrophwut der Deutschen und seltsamen Anführungszeichen

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Ich vermute hier ganz stark, dass sich das von den Engländern und Amerikanern abgeguckt wurde. Die setzen bekanntlich sowohl eines bei Abkürzungen [jeglicher Art] als auch beim Genitiv-s [also zum Beispiel bei Namen]. 
Wir machen das nicht.
Es müsste also heißen "Sarahs Kaufladen" und "Susis Bistro". Stattdessen aber liest man überall "Sarah's Kaufladen" oder sogar noch besser "Susi´s Bistro" [genau, mit französischem Akut, weil es den Leuten nicht möglich ist, auf der Tastatur den Apostroph zu finden]. Warum? Weil einfach so und weil nicht ausreichend beigebracht.
Übrigens wird auch bei Abkürzungen wie "Wie gehts?" kein Apostroph gesetzt. Wir setzen ja auch keins bei "am".
Letztens durfte ich bei einer neu aufgemachten Pizzeria im Ort etwas so Trauriges lesen, dass es schon fast wieder lustig war - dort gibt es günstige Pizzatage, zweimal die Woche. Mittwoch's nämlich und donnerstag's. Gut gefolgert, in diesen Laden habe ich bisher noch keinen Fuß gesetzt.

Etwas ähnlich Faszinierendes und nicht weniger Bedrohliches ist auch der Trend, an die seltsamsten Stellen Anführungszeichen zu setzen. Diese kennzeichnen bekanntlich wörtliche Rede oder Zitate, in seltenen Fällen wird damit auch Ironie oder Sarkasmus angedeutet. Ein Modehaus in meiner Stadt hat das offensichtlich nicht so ganz verstanden. Bei denen ist nämlich momentan nicht um 30% reduziert sondern - "reduziert". Was sagt mir das also? Ist das ein Zitat, vielleicht sogar von einem bekannten Modezar? Oder ist etwa gar nicht reduziert und das steht da nur so, aus Lust und Dollerei? Ich kann es nicht sagen. Ich war nicht drin.

Von Schülern, die keine Rechtschreibung beherrschen und in Englisch ein Gericht werden


Ich gehe bekanntlich noch zur Schule. Wenn ich nächstes Jahr einrechne [ich mache die 13.] dann habe ich 14 Jahre lang verschiedene Bildungseinrichtungen besucht [insgesamt 3]. Und in tatsächlich jeder einzelnen davon hatte ich Mitschüler, die keine Legasthenie haben oder eine anderweitige Schwäche, aber trotzdem einfach kein Deutsch können.
Und das ist etwas, das sich mir nicht erschließt. Unserer Muttersprache ist nicht einfach, keinesfalls, aber es ist eben trotzdem die Muttersprache. Ich kann auch weiß Gott keine Kommaregeln herbeten und bei manchen Worten breche ich mir regelrecht einen ab. Trotzdem bereitet es mir keine Schwierigkeiten, ab und zu mal einen Satz fehlerlos zu schreiben.
Aber wenn ich dann in jedem Kurs mindestens einen habe, der von Groß- und Kleinschreibung nichts hielt und Nomen eben klein und Adjektive groß schreibt; wenn die Schüler regelmäßig ihre Tischnachbarn antuscheln, um zu fragen, ob das nun ein dass ist oder ein das; und wenn ich Sätze höre wie "Gehste mit mir Stadt?", dann verliere ich so langsam den Glauben.

Ähnlich verhält es sich aber auch mit der englischen Sprache und das gibt mir doch zu denken. Englisch ist schließlich ziemlich einfach mit nur einem Artikel und Zeiten, die sich oftmals gar nicht verändern. Man muss ja nicht englisch lesen in seiner Freizeit. Aber wissen, dass "become" im Englisch "werden" heißt, sollte man schon - so kommt es dann auch nicht zu Fehlern wie "I become the steak" oder anderweitige Nettigkeiten, wie ich sie immer noch höre.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das stark mit dem Trend zum Nicht-Lesen zusammenhängt. Lesen ist uncool und wenig sexy und wird vor allem von den Eltern nicht mehr vorgemacht. Es gibt Studien, die belegen, dass nach der Schule jeder 4. Bürger kein Buch mehr in die Hand nimmt. Keines! Und wenn das schon im Erwachsenenalter der Fall ist - dann kann man sich ausmalen, wie das Ganze im Jugendalter aussieht.

Welche sprachlichen Aussetzer findet ihr ganz furchtbar?

[Mein Ärger über] Den Umgang mit rechten Gruppierungen



Ich war nicht auf der Buchmesse, weil ich stattdessen meine Familie in der Heimat besuchen wollte - und das, wo ich doch nur 45 Minuten von Frankfurt entfernt lebe. Im Nachhinein bin ich nun aber froh, nicht dagewesen zu sein, und die meisten werden auch wissen, warum. Ich war also nicht live dabei, habe nicht mit eigenen Augen die Ausschreitungen zwischen den rechten und linken Gruppen miterlebt und erlaube mir dennoch, etwas dazu zu sagen. Warum? Weil es nicht allein um die Frankfurter Buchmesse geht, sondern die Geschehnisse dort nur ein Symptom unserer sich verändernden Gesellschaft sind. Einer sich verändernden Gesellschaft, die immer weiter nach rechts zu rücken scheint - 12,6% für die AfD bei der Bundestagswahl in Deutschland und der 2. Platz für die rechtspopulistische FPÖ bei der Nationalratswahl in Österreich sprechen eine deutliche Sprache.

Und ich kann es nicht verstehen, auch wenn es noch so viele Analysen und Erklärungen und Motive gibt. Aber das ist ein anderes Thema für einen anderen Post, den jedoch viel mehr Leute schon viel besser geschrieben haben als ich, und deswegen lasse ich es lieber gleich und widme mich etwas anderem.

Denn ich kann auch nicht verstehen, wieso mit den Rechten so umgegangen wird wie momentan. Lassen wir dabei die außen vor, die die Populisten, Neue Rechte und Nazis verteidigen, denn denen ist sowieso nicht zu helfen, um es böse auszudrücken. Konzentrieren wir uns lieber darauf, dass die 12,6% Wähler der AfD so verdammt ernst genommen werden; dass rechte Verlage auf eine Buchmesse eingeladen und mehr geschützt werden als Gegendemonstranten; und dass die Antifa und kleinere, weniger radikale linke Gruppierungen (oder Einzelpersonen) immer wieder den gleichen Fehler begehen: Die Rechten zu Opfern zu machen.

# 12,6% sind nicht das Volk


Ja, dass eine rechtspopulistische Partei wie die AfD so viele Stimmen erhalten hat und noch vor FDP, Linken und Grünen als drittstärkste Kraft in den Bundestag eingezogen ist, ist erschreckend. Aber, und damit packe ich das Klischee aus, auf dem auch alle anderen herumreiten, 87,4% der Wähler wollten diese Partei nicht an dieser Stelle sehen. Die größte Mehrheit hat nicht rechts gewählt, hat sich nicht von Lügen, Verleumdungen und dem Ausnutzen des Leids der anderen verführen lassen. Warum also tut die Politik so, als wäre es das allerwichtigste, diese Wähler zurück zu gewinnen? Wer will denn diese Wähler?

Schon vor der Wahl haben Parteien wie auch Medien von früh bis spät über die AfD berichtet oder geschimpft und sie damit immer und immer wieder in die Köpfe der Menschen zurück geholt. Es ging weniger um Inhalte als um "Wir machen das anders". Dass das nicht funktionieren würde, war jedem klar, nur den Politikern und Journalisten nicht. (Und jetzt tue ich es auch! Na toll.)

Nun ist es aber passiert. Damit wäre es an der Zeit, sich anderen Dingen zuzuwenden. Nicht nur, wie Seehofer, darüber zu sinnieren, man müsste wohl seine "rechte Flanke schließen" und was denn die Unzufriedenheit der Menschen bewogen haben könnte, sondern etwas zu tun - und zwar nicht nur für die rechten Wähler, sondern auch für die anderen. Eine Obergrenze einzuführen, weil 12,6% das so wollen, kann nicht die Lösung sein. Burkas zu verbieten, weil 12,6% das so wollen, kann ebenfalls keine Lösung sein. Denn diese Wähler sind nicht der Nabel der Welt, ganz einfach.

# Kommen drei rechte Verlage zur Buchmesse...

Toller Beginn eines Witzes - wenn es ein Witz wäre. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut in Deutschland und jeder sollte dieses nutzen dürfen - auch Bürger mit eher rechter Gesinnung, ganz sicher, so ungern wir auch zuhören mögen. Dass Verlage des rechten Spektrums naturgemäß aber auch Nazis anziehen und diese nicht unbedingt das friedfertigste Volk sind, ist ja wohl jedem klar. Jedem, außer den Veranstaltern der Frankfurter Buchmesse 2017. Unsere Demokratie muss es aushalten können, dass auch die Neue Rechte, wie etwa der Antaios-Verlag, sich präsentieren darf, aber in solch einer Umgebung auf einen ruhigen Diskurs zu hoffen, war wohl eher ein Wunschtraum. Vor allem aber wurde vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels selbst zur "aktiven Auseinandersetzung" aufgerufen - was hat das anderes zu bedeuten, als Proteste geradezu herauszufordern, nur um sich dann aus der Verantwortung zu ziehen, wenn es tatsächlich zu Tumulten kommt - und die Security bzw. Polizei sogar so harsch vorgeht, dass es zu Schlägereien kommt?
 Bildergebnis für ausschreitungen buchmesse

Davon abgesehen ist mein größter Kritikpunkt aber definitiv die Einladung an Bernd* Höcke. Es ist - meiner Meinung nach - etwas anderes, einen Verlag seine Bücher vorstellen zu lassen, als einen politisch aktiven, sich dem Nazi-Jargon bedienenden, seine eindeutig rechte Ideologie verbreitenden Redner zuzulassen. Die Demokratie muss vieles aushälten und hält auch vieles aus, aber einen Hetzer bei der Buchmesse auftreten zu lassen, gehört für mich nicht dazu. Dass es daraufhin zu linken Protesten kam, kann ich verstehen - und dennoch führt es uns zum dritten und größten Problem im Umgang mit rechts.

# Hast du das in der Schule gelernt oder warst du auf der Akademimimi?

Rechtspopulistische Parteien wie deren Anhänger stellen sich gern als Opfer dar - verbreiten selbst falsche Informationen und schimpfen doch ständig über "Fake News", reden absichtlich eine Welle der Empörung herbei, um dann zu behaupten, das sei alles aus dem Kontext gerissen und sowieso und überhaupt ganz anders gewesen. Wir kennen das schon und wir belächeln es.

Gefährlich wird es aber, wenn man diesen Menschen immer und immer wieder die Möglichkeit gibt, sich als genau das Opfer hinzustellen, als das sie gern gesehen werden wollen. Indem etwa die radikale Antifa bzw. einfache laute Protestler an Parteiständen/Buchständen/Veranstaltungsorten aufmarschieren, für Unruhe sorgen, eventuell Vandalismus betreiben und damit möglich machen, dass gesagt wird: Die Meinungsfreiheit gilt wohl nur, wenn es euch passt. Und das ist der einzige Punkt, in dem die Anhänger rechter Gruppierungen Recht haben. Man stelle sich vor, es wäre einfach niemand zum Antaios-Stand gegangen oder die, die dort gewesen wären, hätten friedlich protestiert, mit Plakaten in der Hand, Statement genug. Hätte sich da nicht wunderbar mit den schwachsinnigen Argumenten der Rechten auseinander gesetzt werden können? Wäre da nicht vielleicht sogar dem eigenen Klientel langweilig geworden? Hätten nicht genau diese Meinungen, gegen die demonstriert wurde, viel weniger Aufmerksamkeit bekommen? Moritz Neumeier von funk fasst das in seinem Video wunderbar zusammen:

  
Um das festzuhalten: Ich würde mich zwar ganz offen eher im linken politischen Spektrum einordnen, aber ich bin weder für rechte noch für linke Gewalt. Stattdessen wünsche ich mir einen geordneten und argumentativen Diskurs, denn nur dieser bringt uns weiter und nur dieser zeigt, dass beispielsweise die AfD gar nicht vor hat, Probleme zu lösen, weil sie eben von genau diesen Problemen lebt. Jeder darf wählen und sagen, was er will (solange es nicht gegen die Würde anderer Menschen geht), und das möchte ich auch niemandem verbieten. Heute wollte ich mir einfach nur mal den Frust von der Seele reden.

Was haltet ihr von diesem Thema? 

* oder wie heißt der noch gleich?

Die Bloggerin

Kittyzer, 22 Jahre alt, früher als Sonne bekannt. Gebürtige Niedersachsin, die für die Arbeit nach Rheinland-Pfalz gezogen ist. Schreibt über Bücher, Filme, Serien und Mainz. Um mehr zu erfahren, → klicke hier

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Kittyzer has read 2 books toward her goal of 50 books.
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