Back Down to Earth


[Buchliebenetz] Der Stranger Things-Tag



#buchliebenetz ist eine Gruppenaktion verschiedener Blogger, die sich um das so ziemlich schönste Hobby der Welt dreht: Das Lesen natürlich.

Heute gibt es mal wieder einen Tag - und zwar einen, der sich auf die auch von mir sehr geliebte Serie "Stranger Things" bezieht. Spoiler wurden weitestgehend vermieden - aber um Fragen und Antworten verstehen zu können, ist es gut, die beiden Staffeln zu kennen. (Und sie sind es ja definitiv auch wert.) Da es verschiedene Tags zum selben Thema gibt, haben wir Teilnehmer uns jeder einfach die Fragen ausgesucht, die wir am besten beantworten können.


1. Hopper: Ein Charakter mit einer tragischen Hintergrundgeschichte

Hopper ist (zumindest zu Beginn) ein chaotischer Polizist, der zu viel trinkt und sich nicht sonderlich für die Menschen seiner Stadt, geschweige denn seine Arbeit interessiert. So verhält es sich allerdings erst, seit er seine geliebte Tochter an eine Krankheit verloren hat. Ein einschneidendes Ereignisse kann einen Menschen verändern - und so ergeht es auch den beiden Protagonistinnen meines aktuellen Buches, "Das Finkenmädchen". Eine Frau, die nicht bemerkt hat, was ihr Ehemann hinter ihrem Rücken tut, und ein junges Mädchen, das darunter zu leiden hatte - und nun auf Rache sinnt. Geht es tragischer?

2. Mike, Will, Dustin und Lucas: Beste fiktionale Freundschaft

Da sich die Serie ja sowieso viel von Stephen King abschaut, wird die Antwort nicht wirklich überraschen: Der Club der Loser ist wohl der Inbegriff einer guten Freundschaft - die Kinder stehen füreinander ein, nehmen ihre Eigenarten und Probleme an und lassen sich nie im Stich. Das geht so weit, dass sie füreinander und miteinander ein Ungeheuer bekämpfen. Geht es noch besser?


3. Steve: Eine Beziehung, die gar nicht ging

Ich mag Steve total gerne und Mann, was hat er mir in der 2. Staffel leid getan - aber seine Beziehung zu Nancy, die in der Anfangszeit von Eifersucht und ihrer Schwärmerei geprägt war, war echt seltsam. Allerdings war sie nichts im Gegensatz zu der zwischen Gale und Katniss in der Hunger Games-Trilogie. Okay, die beiden waren nie wirklich zusammen, aber ich habe den Jungen ja einfach so gehasst, da hat mir schon das kleinste Bisschen gereicht.

4. Nancy: Beste Charakter-Entwicklung

Während Nancy anfangs vor allem an sich selbst denkt und den genervten, zickigen Teenager gibt, wächst sie im Laufe der zwei Staffeln über sich hinaus und gibt alles, um ihren Bruder und dessen Freunde zu beschützen. In Sachen Buch gehe ich bei diesem Thema heute mal auf Comics ein - und zwar die rund um den "Avatar" (wobei man natürlich als Erstes an die Serie denkt). Prinz Zuko, ein Feuerbändiger, macht dabei eine solche Wandlung durch, dass er am Ende beinahe wie ein neuer Mensch erscheint, aber ohne die Eigenschaften verloren zu haben, die ihn ausmachen. Wenn man eine Figur erst hasst, um sie schlussendlich zu lieben, wurde definitiv etwas richtig gemacht.

5. Jonathan/Joyce: Figur mit absoluter Entschlossenheit

Jonathan und Joyce geben alles, um sowohl in Staffel 1 als auch in Staffel 2 den jungen Will zu retten - und sie lassen sich von nichts und niemandem aufhalten. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Stammesführerin Persephone in der "First Empire"-Saga von Michael J. Sullivan, von der ich gerade Band 2 lese. Sie ist eine willensstarke und durchsetzungsfähige Protagonistin, die alles für ihre Lieben geben würde, auch ihr Leben. Selten gibt es im Genre der High Fantasy so beeindruckende weibliche Hauptfiguren.

6. Papa: Schrecklichster Charakter

Keine Frage: Was Papa Eleven antut, wie er sie ausnutzt und quält, das lässt wohl kein Herz unberührt - und sein unbändiger Glaube, auch noch das richtige zu tun, widert an. An wen erinnert einen das ominös? Genau, an Dolores Umbridge aus "Harry Potter" natürlich, im Grunde der größte Bösewicht der gesamten Reihe, mit ihrer hohen Stimme, ihren rosafarbenen Kleidern und ihren Foltermethoden...da brodelt schon wieder der Hass.

Wie kann man dieses Gesicht nicht hassen?
  7. Department of Energy: Korrupte fiktionale Regierung oder Firma

Das Hawkins National Labratory und seine kruden Machenschaften sind schon ein exzellentes Beispiel für ein Unternehmen, das komplett am Menschen vorbei und für den eigenen Profit arbeitet. Ähnlich verhält es sich auch mit der Regierung in der Trilogie um die "Auserwählten" von James Dashner, die Kinder durch allerlei Tests quält, um ein angebliches Heilmittel zu finden. (Zugegeben, das wird alles irgendwann sehr abstrus, sehr wirr und sehr langweilig, aber das ist ja nicht der Punkt.)


8. Upside Down: Eine furchterregende nicht-reale Welt

Ich war erst einmal gar nicht sicher, ob es eigentlich etwas ähnlich Schlimmes gibt wie das Upside Down, diese düstere, tote Welt voller Wesen, denen man nicht begegnen möchte. Und dann dachte ich an Nevermore, die Parallelwelt in Kelly Creaghs "Nevermore"-Trilogie, inspiriert von den düsteren Geschichten und dem Leben Edgar Allen Poes, in der ebenfalls Dämonen umherstreifen, und die den Protagonisten Varen ebenso in den Bann zieht. Wenn ich so darüber nachdenke, ist die Ähnlichkeit wirklich gravierend...

9. Hawkins, Indiana: Ein seltsamer fiktionaler Ort  

Bildergebnis für willkommen in night valeAm liebsten hätte ich hier ja Winden aus der deutschen Netflix-Serie "Dark" genommen, die ebenso voller Geheimnisse und Korruption steckt, aber wir sind ja bei Büchern. Da Hawkins selbst eigentlich ein beschauliches Städtchen ist, nur eben unterwandert von einem fiesen Unternehmen, ist mir vor allem Night Vale aus den gleichnamigen Podcasts und zwei Büchern eingefallen. Die Ereignisse und Menschen dort sind noch weitaus skurriler (man denke nur an Engel, die alle Erika heißen), aber seltsam sind sie beide allemal. 


 
10. Barb: Tod eines Charakters, den du nie verkraftet hast

Oh ja, Spoiler. Aber ich hoffe ja, dass mittlerweile jeder die Serie geschaut hat, es gibt sie schließlich schon lange genug. Und muss ich jetzt nicht auch noch spoilern, was ein Buch angeht? Wer also Band 2 der "Darkest Minds"-Trilogie von Alexandra Bracken noch nicht gelesen hat: Stop! Der Tod von Jude am Ende des Teils hat mich nämlich so umgehauen, dass ich ziemlich sicher eine halbe Stunde nur vor mich hingestarrt habe. Jude war einer der liebenswürdigsten Charaktere, die uns je von Autoren geschenkt wurden und ich werde seinen Tod einfach weiter ignorieren und so tun, als wäre es nie geschehen.
 
11. Eleven: Lieblingsfigur mit übernatürlichen Kräften   

Eleven ist in ihrem jungen Alter nicht nur ungewöhnlich stark, zu ihren besonderen (wenn auch nicht übernatürlichen) Kräften gehört aber auch ihr Mut und ihr Drang danach, diejenigen unbedingt zu beschützen, die ihr wichtig sind. (Womit man sie auch Jonathan und Joyce zuordnen könnte). Ihr sehr ähnlich, wenn auch deutlich älter, ist Nevliin aus Sabrina Qunajs Elfen-Reihe, ein großer Magier, der sich von anfänglicher Arroganz und Unnahbarkeit zu einer großen Stütze wandelt. 
 

Wie würdet ihr die Fragen beantworten?

Mit dabei sind dieses Mal:
Smalltown Adventure 

   Kommentare:

  1. Schön wie du den Bogen zur Serie gezogen hast, gefällt mir super ;). Ahh ich bin ja auch ein großer Steve Fan. Er ist einer meiner Lieblinge in der Serie und auch übrigens der von den Produzenten, weshalb sie schon meinten, dass sie ihn so schnell nicht rausschreiben werden. Da hat mein Fangirl Herz echt aufgeatmet. Vor allem die Freundschaft von ihm und Dustin war so süß in der zweiten Staffel und ich freue mich auf viele weitere tolle Szenen der zwei.

    Ich stimme dir zu: Dolores Umbridge kann man nicht mögen. Die Frau ist schrecklich. Schauspielerisch ist es hingegen genial, weshalb ich es liebe den Charakter zu hassen. Und Gale und Katniss fand ich auch immer schrecklich. Mochte Gale als Charakter auch nicht und nach seinen Handlungen im letzten Band war er dann sowieso komplett bei mir unten durch.

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    1. Danke für das Kompliment, da freue ich mich ;) Ich habe mir gedacht, wenn es schon um die Serie und Bücher geht, versuche ich auch, auf beides einzugehen.

      Steve ist ein toller Charakter, finde ich auch! Glaubt man ja anfangs so gar nicht, nachdem er sich so mies verhält, aber ihm liegt wirklich etwas an Nancy. Und da hab ich schon arg mit ihm mitgefühlt :D Jetzt braucht er nur noch ein wenig Liebe...

      Und endlich mal wieder jemand, der Gale auch nicht mag! Wobei er in den Filmen tatsächlich noch eine Ecke nerviger ist als in den Büchern, muss ich ehrlich sagen. Von daher wurde er mir dadurch sicherlich noch mal zusätzlich versaut :D

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