Back Down to Earth


[Filmrezension] Mission Impossible: Fallout


"Hoffnung ist keine Strategie." - "Oh, du musst neu sein!"

STORY
Nach der Festnahme von Solomon Lane zwei Jahre zuvor ist das Übel noch lange nicht aus der Welt: Seine Anhänger haben sich zur Gruppe "Die Apostel" zusammen geschlossen, die für einen gewissen John Lark Plutonium erwerben will - eine Bedrohung für die ganze Menschheit. IMF-Agent Ethan Hunt soll den Kauf verhindern, doch die Mission geht schief. Wenn er nicht Schuld an einem Massenmord sein will, bleiben ihm nun nur wenige Tage, um das Vorgehen der Attentäter zu vereiteln und nebenbei John Lark ausfindig zu machen. Doch wie immer scheint die Situation vollkommen ausweglos - und bald sind nicht nur Mörder hinter Ethan Hunt her, sondern auch die CIA...

MEINE MEINUNG
Manchmal werde ich tatsächlich zum Opfer der Kritiker - da hat mich die "Mission Impossible"-Reihe jahrelang nicht interessiert, und kaum taucht Henry Cavill im neuen Teil auf und die Stimmen sind begeistert, bin ich voll dabei. Ab und zu muss aber eben einfach ein reiner Actioner sein, mit wenig Anspruch und dafür ganz viel Spannung, möglichst viel Zerstörung und einer guten Prise Witz. Genau das bietet der neueste Film um Agent Ethan Hunt, der grundsätzlich von allen gejagt und verraten wird, und der dennoch alles für sein Land und seine Lieben gibt. Bei "Fallout" ist es wohl das erste Mal so, dass der Vorgänger in Bezug auf Figuren und Ereignisse direkt wichtig ist - aber auch ohne jegliches Vorwissen ist die Story nicht so kompliziert, dass man nicht mitkäme.

Großartige Charakterzeichnungen kann man natürlich nicht erwarten - das hier ist schließlich immer noch eine Action-Reihe. Trotzdem wird mit dem aufopferungsvollen Ethan, seinem ruhigen Kumpanen Luther, dem gewitzten Komplizen Benji (Simon Pegg muss man sowieso lieben), sowie der starken Ilsa eine gute Bandbreite abgedeckt, und immerhin ist es so auch nicht schwierig, die einzelnen Charaktere zu durchschauen und zu verstehen. Henry Cavills August Walker ist dabei aber wohl noch die offensichtlichste Figur, bei der sich auch kaum Mühe gegeben wird, Absichten zu verschleiern. Das ist nicht unbedingt abträglich - so freut man sich jedenfalls, wenn er ordentlich etwas einstecken muss. Und der viel besprochene und von allen Seiten geliebte "Arm Reload" beim Badezimmer-Fight ist tatsächlich so cool wie alle sagten.

Bildergebnis für henry cavill arm reload gif


Die Geschichte klingt erst einmal altbekannt: Ein Agent macht einen Fehler, durch den nun das Wohl der Menschen auf dem Spiel spielt, und den er nun dringend wieder ausbügeln muss. Einiges ist vorhersehbar, aber es gibt auch überraschend viele Wendungen, die keine Langeweile aufkommen lassen. Und dass Tom Cruise, den ich eigentlich so gar nicht leiden kann, einfach alles gibt, sieht man den Stunts an: Diese sind nicht nur richtig gut choreographiert, sie wirken auch echt. Klar, wenn der Schauspieler sie alle selbst macht (und sich dabei auch mal das Fußgelenkt bricht). Einige Elemente sind etwas weit hergeholt und was die Protagonisten alles überleben, ist fast schon lachhaft - aber wenn man zweieinhalb Stunden lang das Denken sein lässt, erhält man Unterhaltung vom Allerfeinsten. Und nicht weniger will man doch von einem Action-Film.

FAZIT 
Wer hätte gedacht, dass ich mal einen "Mission Impossible" schauen würde, und dann auch noch im Kino? "Fallout" hat mir aber nun so viel Spaß gemacht, dass ich sogar darüber nachdenke, die Vorgänger nachzuholen. Natürlich ergibt nicht alles Sinn und großen Tiefgang sollte man nicht erwarten - aber die Action ist gut, und die Charaktere sind in ihrer Einfachheit liebenswert. 4 Punkte!

 

   Kommentare:

  1. Moin moin, Sonne.
    Als kleiner Junge war ich immer höchst interessiert an den technischen Gimmicks der jeweiligen "Mission:Impossible"-Episode. Science Fiction zu der Zeit, aber dadurch unterschied sie sich für mich vom Gros der anderen Krimis.
    Nicht, dass ich ein Fan wurde - dafür brauchte es dann schon mehr phantastisches Ambiente.
    Witzig, dass eine Variation der James Bond-Idee fürs TV es ein gutes Jahrzehnt später wieder auf die Leinwand drängte. Hollywoods Einfallslosigkeiten eben... ;-)
    Apropos!
    Es ist anzunehmen, dass vom inzwischen sechsten Aufguß eher der Zusammenhang mit Henry Cavills "Mustache-Gate" in Erinnerung bleiben wird; die CGI-Lippe von Superman ist ja auch nur zum schießen.

    Dass sich Tom bei Stunts schwer Aua gemacht hat, fliesst inzischen gern in die Marketing-Strategie eines MI-Streifens ein; wobei ich infrage stelle, ob eine Multi-Mio-Produktion tatsächlich den Hauptdarsteller der Art riskiert. Zumal Cruise auf die 60 zugeht, Stuntmen & Tricks nicht erst seit gestern verfügbar sind.
    Vielleicht auch nur eine Frage von Eitelkeiten... :-)

    Ausblick:
    Henry Cavill nun also absehbar als "The Witcher".
    Rebecca Ferguson - nach Morgana (2019) - wohl als Lady Jessica in 'Dune'.
    Tom Cruise wird sich dann wohl den Fingernagel verstauchen.

    Aber meine Unkerei beiseite - Du hattest Spaß & das ist auch nicht das Schlechteste!

    bonté

    AntwortenLöschen
  2. Ich muss ja gestehen, dass ich noch keinen Film der Reihe gesehen habe, obwohl ich Action eigentlich mag und mit dir konform gehe, dass das manchmal auch sein muss. Man bekommt was man erwartet und das ist doch auch schön. Ich bin aber halt auch nicht der größte Tom Cruise Fan. Ja, er ist ein guter Schauspieler, aber was man so privat hört ist halt problematisch. Das heißt aber nicht, dass ich nicht ab und an mal einen Film mit ihm schaue, wenn mich halt das Thema reizt. Ich versuche das dann beim Anschauen zu trennen, denn es ist sind ja noch mehr Schauspieler und Menschen an einem Film beteiligt.

    Henry Cavill wäre für mich ja auch ein Grund mir den anzuschauen, denn ich finde ihn seit "Die Tudors" super und bin ja schon so gespannt ihn in "The Witcher" zu sehen. Ohne große Vorkenntnisse zum Spiel, glaube ich trotzdem das er das gut macht, denn bei Die Tudors hat er ja gezeigt das er da was auf dem Kasten hat.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Für mich ist "The Nun" ja ein Must-See, aber glaube das konntest du dir auch schon denken, ich bin ja ein großer Fan der Reihe. Habe aber auch nur meine Beste Freundin die da mit reingehen wird, der Rest meiner Freunde ist auch nicht so begeistert von Horrorfilmen. Die schauen nur die The Purge Reihe und die ist ja nicht unbedingt Horror :D. Ich bin ja auch kein Shades of Grey Fan, deshalb werde ich den Film auch eher mal auf der Couch anschauen, weil ich halt den Cast toll finde.

    Ich bin ja mit den Comic-Wurzeln der Charaktere nicht so vertraut, aber ich finde das der Charakter sich echt interessant anhört. Fände es aber auch besser, wenn man in die Richtung geht, die du vorschlägst. Das würde der Figur auch viele Facetten geben.

    Ich hoffe es, denn "The Nun" würde ich echt gerne sehen, der Rest ist für mich eher Material das ich dann auf der Couch anschaue. Wünsche dir aber auch viel Spaß, falls du es in Venom und Das Haus der geheimnisvollen Uhren schaffst.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar!
Für die erforderliche Zuordnung des Kommentars werden personenbezogene Daten gespeichert, nämlich Name, E-Mail und IP-Adresse. Durch Absenden des Kommentars erklärst du dich hiermit einverstanden. Mehr dazu und zum allgemeinen Datenschutz findest du in meiner Datenschutzerklärung.

Die Bloggerin

Kittyzer, 22 Jahre alt, früher als Sonne bekannt. Gebürtige Niedersachsin, die für die Arbeit nach Rheinland-Pfalz gezogen ist. Schreibt über Bücher, Filme, Serien und Mainz. Um mehr zu erfahren, → klicke hier

2018 Reading Challenge

2018 Reading Challenge
Kittyzer has read 1 book toward her goal of 65 books.
hide

Aktuelle Lektüre

Aktuelle Lektüre
"Wie Eulen in der Nacht" von Maggie Stiefvater [51/304]

Letzter Kinobesuch

Letzter Kinobesuch
"Nur ein kleiner Gefallen" am 16.11.
-->