Back Down to Earth

[Blogtour zu "Evolution"] Überleben in Notfallsituationen/Überleben von Charakteren in Büchern (Teil 1) + Verlosung


Willkommen zum 15. Tag der Blogtour zu "Evolution" von Thomas Thiemeyer! 

Das Jugendbuch, eine Mischung aus Science Fiction und Fantasy, dreht sich um eine Gruppe Menschen, die nach einer Notlandung auf dem Flughafen von Denver erkennen müssen, dass sich die Welt plötzlich gravierend verändert und möglicherweise die gesamte Menschheit ausgelöscht hat. Die Protagonisten sind Jugendliche, die eigentlich so schon mit genug Sorgen zu kämpfen haben und die sich nun auch noch einer unbeschreiblichen Gefahr ausgesetzt sehen. Wie können sie in dieser neuen Welt überleben?

Und genau darum soll es bei mir heute gehen: Das Überleben - in schwierigen, gefährlichen oder sogar potenziell tödlichen Situationen. Gerade in einem Roman wie diesem, der schon mit einer Notlandung nach starken Turbulenzen beginnt und dann eine Geschichte erzählt, in der sich die Erde gegen die Menschheit wendet, kommt es zu nicht wenigen lebensbedrohlichen Situationen.

Plötzlich fiel es ihm ein: Das war das Kapitol - der Ort, an dem Politiker getagt und Gesetze erlassen hatten. Jetzt gab es allerdings nur noch ein einziges Gesetz: Überleben. (S. 157)

Autoren neigen dazu, ihren Figuren das Leben so schwer wie möglich zu machen. Ob sie nun ganze Rebellionen anführen müssen ("Die Tribute von Panem"), zum Durchlaufen grausamer Tests gezwungen werden ("The Maze Runner") oder die Apokalypse erleben ("Am Anfang war das Ende") - einen Moment der Ruhe gibt es selten, dafür umso öfter Entbehrung und Tod. Gerade letzterer ist es, vor dem man sich in heutigen Büchern immer häufiger fürchten muss, weil immer mehr Schriftsteller die Scheu davor verlieren. Auch bei Evolution kommt die Furcht um die Charaktere schon nach nur wenigen Seiten auf.


Der Lärm war ohrenbetäubend. Gepäckfächer sprangen auf und ließen einen Hagel aus schweren Gegenständen auf die Köpfe der Passagiere niederregnen. Die Leute fingen an zu schreien, die Geräusche waren so furchtbar, dass Jem sich am liebsten die Ohren zugehalten hätte. Rote Lichter flammten auf und ein nervenzerfetzendes Alarmsignal erklang. Als die Klappen aufgingen und die Sauerstoffmasken herauspurzelten, brach Panik aus.
Und auch Jem hatte keinen Zweifel: Das war das Ende. Noch nicht in seinem Leben war er sich so hilflos und ausgeliefert vorgekommen. Was immer hier vorging, eine normale Landung war das gewiss nicht. (S. 41)

Die Situation geht glimpflich aus, das Flugzeug kann landen. Aber wie ist es danach, in dieser fremden, veränderten Welt? Während gefährliche Tiere umherstreifen, keine Menschenseele zu entdecken ist und die Pflanzen Straßen und Häuser erobert haben? Wie sicher ist es da, dass die Protagonisten in "Evolution" überleben?  Das kann und will ich euch natürlich nicht verraten, ihr dürft zu diesem Thema jedoch miträtseln. Denn ich gebe euch nun zwei Ausschnitte, die gefährliche Situationen beschreiben - und ihr könnt den Ausgang vermuten. Auf welche Weise gelingt es den Figuren, sich aus dieser Situation zu befreien? Oder ist dies gar nicht möglich und es wartet am Ende ein anderes Schicksal? 

Ausschnitt 1: Aufbrechender Boden 
Ein hässliches Knirschen ertönte. Risse liefen über den Boden, Holzplatten wölbten sich auf und brachen. Staub wirbelte auf. Wo eben noch halbwegs solider Boden gewesen war, klaffte auf einmal eine Öffnung, die wie das gezackte Maul eines Haifischs aussah.
Connie hatte es gerade noch geschafft, zur Seite zu springen, doch der Boden unter ihren Füßen knackte erneut. "Was zum Teufel...?", rief sie, als die nächsten Holzplatten auseinanderbrachen. Connie sackte schlagartig nach unten und konnte sich gerade noch so mit den Händen am Rand des Loches festklammern. (S. 168)

Ausschnitt 2: Angriff eines Adlers
Ein grausames Kreischen ertönte. Messerscharfe Krallen und ein Schnabel, krumm und lang wie eine Sichel, bohrten sich neben ihnen in die knochentrockene Erde. Ein heftiger Wind brandete auf, als die Schwingen in die Luft peitschten. Marek drang der ekelhafte Gestank nach verwesendem Fleisch in die Nase. 
Als er den Kopf hob, sah er sich einem gelben Auge gegenüber. Augen, die ihn mit tödlichem Hass anstarrten. Schneller als ein Pfeil von Zoes Bogen zuckte der Schnabel vor in Richtung seines Gesichts. Er spürte einen Luftzug, dann einen brennenden Schmerz.
Er schrie. (S. 280)

Was glaubt ihr? Wie kann Connie wieder festen Boden unter den Füßen erreichen? Und was sollen die Jugendlichen gegen den angreifenden Adler unternehmen? Wie würdet ihr in diesen Situationen reagieren?

Eine Lösung gibt es natürlich nicht, das würde ja wichtige Teile vorwegnehmen. Da das Ganze aber ein gemeinsamer Beitrag mit Bea von Bücher - Portale zwischen den Welten ist, wird sie euch in ihrem eigenen Post Ideen und Anregungen geben - bei ihr dreht sich nämlich alles darum, wie es möglich ist, gefährliche Situationen zu überleben. Teil 2 des Themas geht am 12.09. online.

Gewinnspiel
Ihr habt nun die Chance, mein eigenes Exemplar zu gewinnen, indem ihr einen Kommentar zum Thema hinterlasst. Da ich kürzlich umgezogen bin, habe ich keinen Platz und möchte den Reihenauftakt gern einem Buchliebhaber zukommen lassen. Wer nicht bei der Verlosung dabei sein, aber miträtseln möchte, schreibt dies bitte dazu.
Zeit zur Teilnahme habt ihr bis einen Tag nach der Blogtour, also dem 15.09. Mitmachen dürft ihr, sofern ihr in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt und mindestens 14 Jahre alt seid. Der Gewinner wird per random.org ausgelost und  hier im Post bekannt gegeben. Hinterlasst bitte eine Mail-Adresse, damit ich euch im Glücksfall kontaktieren kann. 

Ich hoffe natürlich, ihr seid nach diesem Beitrag ein wenig schlauer als vorher. Morgen geht es bei Little Mythicas Buchwelten weiter - und ich wünsche euch noch viel Freude beim Rest der Tour!

--

Und endlich: Gewonnen bei der kleinen Verlosung hat - Marla! Glückwunsch, bitte schreib mir eine Mail, da du keine Adresse hinterlassen hast.

   Kommentare:

  1. versuchen den Adler gemeinsam zu vertreiben oder zu bekämpfen und. und vielleicht wird sie ja von ihre freunden gerettet oder jemand Fremdes rettet sie oder ein anderer Vogel hilft ihr aus der doofen Lage und hilft ihr somit!
    Danke also auch dir für deinen tollen Beitrag und ich bin so mega gerne mit dabei und freue mich jeden Tag aufs neue. :-)
    VLG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  2. Sie werden bestimmt versuchen, sich gemeinsam gegen den Adler zu verteidigen.
    Das Buch würde ich als großer Buchliebhaber gerne lesen.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  3. Da mache ich doch auf den letzten Drücker noch schnell mit. Toll das du dein Exemplar verlost!

    eventuell ist ja in der Nähe eine Leiter, die der Connie im ersten Ausschnitt jhemand reichen kann. Dann könnte sie sich daran hochziehen. eine Andere Möglichkeit sehe ich da nicht.

    Bei Vögeln hilft aber ja oft sie zu erschrecken, vielleicht mit lauten Tönen. So kann man die vielleicht loswerden.

    danke für den Beitrag!

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