Back Down to Earth

Schandtat - Michael Harmon

Ein Mädchen gegen den Rest der Welt
Ein Buch über Gewalt und Unterdrückung an Schulen, über das Erwachsenwerden und eine rebellische Teenagerin.

Inhalt:
Weil ihre Mutter für ein Jahr ins Ausland geht, um kranken Menschen zu helfen [und vor ihren Arztfreunden angeben zu können], zieht Poe zu ihrem Vater, den sie eigentlich ihr ganzes Leben noch nicht gesehen hat.
Poe ist keine, die sich vorschreiben lässt, wie sie zu leben oder sich zu verhalten hat. Nein, stattdessen ist sie die Rebellin schlechthin, sie lehnt sich gegen ihren Vater, gegen die Schule und deren Vorschriften auf und vor allem gegen Cliquenbildung und Gewalt.
Denn Letzteres wird an ihrer High School einfach stillschweigend übergangen - schließlich kann man schlecht den reichen Footballspieler Colby Morris der Schule verweisen [oder schlimmeres], vor allem, da sein Vater auch noch so gute Verbindungen hat...

Meine Meinung:
Ich für meinen Teil liebe Buchfiguren, die aus der Menge herausstechen und nicht so 08/15 sind wie die meisten andere. Gerade deshalb habe ich Poe, die Hauptfigur dieses Romans, sehr ins Herz geschlossen. Sie ist selbstbewusst und tritt auch für ihr Recht und das Recht anderer ein, manchmal zwar ohne Rücksicht auf Verluste, aber gerade ihre Fehltritte machen sie so liebenswert. Denn so wird klar, dass sie nicht perfekt ist und wer ist das schon?

Der Handlungsstrang ist eindeutig mit einem guten Spannungsbogen ausstaffiert, die Lage spitzt sich immer weiter zu, Colby Morris' Tyrannei wird immer heftiger. Langsam aber sicher wird einem klar, dass an dieser Schule und mit den Menschen nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Reich sein ist eben nicht alles, genau wie eine angesehene Schule.

Zwischendurch werden in die Geschichte immer wieder mehr oder weniger tiefgründige [Streit-]Gespräche zwischen Poe und ihrem Vater eingestreut, die sehr viel aus Poes Gefühlswelt wiedergeben, ebenso aber auch aus der ihres Vaters.

Die Figuren erscheinen sehr ausgefeilt, gut durchdacht. Nicht zu perfekt, nicht konstruiert, sondern einfach menschlich. Nur Colby, der ist mir ein bisschen zu...böse. Er hat einfach nichts Gutes an sich, scheint nach außen hin perfekt und ist innen drin grausam und brutal. Nun, solche Menschen kann es geben, aber an einer High School? Mit etwa 16 Jahren? Da bin ich mir nicht so sicher.

Alles in allem finde ich das Buch sehr gelungen, es gehört zu meinen Lieblingsbüchern, wenn das Ende meiner Meinung nach jedoch zu vorhersehbar und geradezu langweilig ist. Friede-Freude-Eierkuchen-Enden sind nicht unbedingt mein Fall.

Trotzdem meine volle Kaufempfehlung.

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