Back Down to Earth

[Kurzspots] Arrow, Take this Waltz, Brothers, Der Kautions-Cop, Ein [un]möglicher Härtefall

Fast einen ganzen Monat sind die letzten Kurzspots jetzt schon her, da ist es also an der Zeit, euch mal wieder von meinen zuletzt gesehenen Filmen und Serien zu erzählen. Lief in dem Bereich gar nicht so schlecht, der Monat...

Arrow
mit  Stephen Amell, Katie Cassidy, Paul Blackthorne

Nachdem er 5 Jahre auf einer Insel gestrandet war und um sein Überleben kämpfen musste, ist Milliardärs-Sohn Oliver zurück in Starling City - und wird des Nachts zu "Green Arrow", der das Böse bekämpft...

Zugegeben, "Arrow" hat eine Grundgeschichte, die schon stark an Bruce Wayne alias Batman erinnert. Auch dieser ist Milliardär, Playboy und ein Superheld ohne phantastische Fähigkeiten. Dennoch: Die Serie hat etwas. Ob es nun am charismatischen Stephen Amell als Oliver liegt, an dem bisschen Liebe und Intrigen, den guten Action-Szenen oder der zuckersüßen Emily Bett Rickards als quirlige Felicity - hat man erstmal angefangen, die Episoden zu gucken, kann man nicht mehr damit aufhören. Das liegt des Weiteren auch an den Rückblicken an Olivers Überleben auf der Insel Lian Yu, die langsam deutlich machen, warum er zu dem geworden ist, was er nun ist. Manchmal ist das Ganze schon klischeehaft, das gebe ich zu, und dass Green Arrow oft erst tötet und danach Fragen stellt, ist ein Aspekt, der mir oft sauer aufstößt. Ansonsten aber kann ich die Serie Superhelden-Fans definitiv empfehlen. 4 gute Punkte.

Take this Waltz
mit Michelle Williams, Seth Rogen, Luke Kirby
Margot und Lou sind seit einigen Jahren glücklich verheiratet - bis sie den hübschen und interessanten Daniel trifft. Doch soll sie ihr beständiges Leben aufgeben für etwas, von dem sie nicht weiß, ob es halten wird?

Dieser Film ist so einer, bei dem man am Ende nicht genau weiß, was man nun davon halten soll. Einerseits ist er unglaublich intensiv - wenn Michelle Williams versucht, Seth Rogen zu verführen und in der nächsten Szene wegen kleiner Banalitäten weint, was, wie man als Zuschauer weiß, auf ihr Gefühls-Wirrwarr zurückzuführen ist. Wenn Seth Rogen tatsächlich eine ernste Rolle einnimmt und diese mit Herzblut und einer das Herz zerreißenden Traurigkeit verkörpert. Wenn man sich die ganze Zeit fragen muss, ob Margot nun ihre Ehe aufgeben sollte für etwas Neues, das doch so schnell vorbei sein könnte. Gleichzeitig nervt das Ganze jedoch auch ein wenig: Margot ist ein Charakter, der nie weiß, was er will und in den unmöglichsten Situationen das Unmöglichste will. Und Daniel ist eine Figur, die, so hat man das Gefühl, sich ständig dazwischendrängt. Außerdem ist die Beziehung des Ehepaars manchmal etwas albern; gleichzeitig zeigt genau dies aber auch die Schwierigkeiten und die Traditionen einer langjährigen Beziehung auf. Am interessantesten fand ich das Ende, aus dem jeder seine eigenen Rückschlüsse ziehen kann. Hat es sich denn nun gelohnt? Ich vergebe 3,5 Punkte.

Brothers
mit Natalie Portman, Jake Gyllenhaal, Tobey Maguire
Sam und Tommy sind sehr verschiedene Brüder: Sam ist der Stolz der Familie, Tommy das schwarze Schaf. Doch dann gilt ersterer nach einem Einsatz in Aghanistan als gefallen, und Tommy muss sich um dessen Familie kümmern, wird für diese bald zum festen Bestandteil. Aber irgendwann wird Sam gefunden - lebend...

"Brothers" kann ich immer wieder gucken, und jedes Mal hat er etwas so intensives, ungeschöntes und realistisches, dass es mich erneut vollkommen umhaut. Nicht nur werden wunderbar die völlig unterschiedlich verlaufenen Leben der beiden Brüder gezeigt, auch die Verzweiflung der Familie, als Sam verschwindet wie auch Tommys Versuche, für sie da zu sein; das alles ist so authentisch, dass man sich vorstellen könnte, so etwas passiere täglich in irgendeiner Familie [was ja möglicherweise auch der Fall ist]. Dabei gibt es zum Glück keine plötzliche und kitschige Liebesgeschichte zwischen Natalie Portman als Ehefrau Grace und Jake Gyllenhaal als Tommy, dennoch ist klar, dass es bei Sams Rückkehr zu problematischen Zwischenfällen kommen könnte. Die gesamte Zeit über lässt die Spannung nicht nach und das Ende schließt den Film sehr gut ab, ohne dem Zuschauer die Chance zu nehmen, selbst noch einmal über das Schicksal der Personen nachzudenken. Unbedingt ansehen! Sehr gute 4,5 Punkte.

Der Kautions-Cop
mit Jennifer Aniston, Gerard Butler, Jason Sudeikis
Milo ist nach seinem Rauswurf aus der Polizei Kautions-Cop - und er hält die Gelegenheit: Er soll seine Exfrau Nicole ins Gefängnis bringen...

Ich bin kein Fan von romantischen Komödien, wie jeder weiß, weshalb ich mich so lange wie möglich dagegen gesträubt habe, "Der Kautions-Cop" zu gucken, ganz gleich, wie sehr ich Gerard Butler und Jennifer Aniston doch mag. Und natürlich ist das Schema das gleiche wie in so vielen Rom-Coms. Sie lieben sich, bemerken es nicht, es kommt etwas dazwischen und dann folgt ein Happy-End. Aber was soll ich sagen - der Film ist trotzdem sehr viel sympathischer als die sonstigen Vertreter des Genres, und vor allem zünden die Gags, was ja nicht immer der Fall ist. Sicherlich, Figuren wie diejenige, die Jason Sudeikis spielt, sind absolut übertrieben und unnötig, und die Geschichte ist total abstrus - aber insgesamt unterhält das Ganze sehr gut, vor allem durch die Chemie zwischen Aniston und Butler. Genial ist es in keinem Fall, sehenswert meiner Meinung nach aber durchaus. Knappe 3,5 Punkte.

Ein [un]möglicher Härtefall
mit Catherine Zeta-Jones, George Clooney, Geoffrey Rush

Marilyn Rexroth will sich von ihrem Mann scheiden lassen - erhält durch den Anwalt Miles Massey jedoch keinen Cent vom Vermögen. Keine Frage: Nun sinnt sie auf Rache.

Mit Catherine Zeta-Jones, dieser notorisch unterkühlten, unsympathischen Frau, kann ich ja sowieso herzlich wenig anfangen - in diesem Film konnte ich sie jedoch mal wieder besonders wenig verstehen. Und George Clooney spielt eben irgendwie auch immer die gleiche Rolle des Sonnyboys ohne Zweifel an sich selbst. Hinzu kommt die Story: Ich mag die Coen-Brüder, aber die beiden gehören für mich nicht ins Komödien-Genre. Die Geschichte ist ausgelutscht und vor allem langweilig, die Witze konnten mich nur äußerst selten begeistern, und die Charaktere mussten wie üblich in vielerlei Hinsicht völlig überzogen sein. Da passte für mich nur wenig zusammen, und ich konnte mich nur knapp vor dem Einschlafen bewahren ob der völlig vorhersehbaren Handlungsstränge. Da kann auch Geoffrey Rush nichts mehr reißen - ich bin enttäuscht. 2 Punkte.

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