Back Down to Earth

[Filmrezension] Ohne Limit

STORY
Eddie Morra lebt als erfolgloser Autor in New York, seine große Karriere will sich einfach nicht einstellen und von seiner Freundin wird er auch noch verlassen. Gerade als es scheint, dass sein Leben nicht mehr trostloser werden kann, fällt ihm eine ganz besondere Droge in die Hand, mit deren Hilfe sich Charisma und kognitive Fähigkeiten rapide steigern lassen. Wer würde da nicht zum Junkie werden? Kurz darauf ist er reich, sexy und berühmt. Bloß hat die Droge bereits zahlreiche Todesopfer gefordert – und auch Eddies Zeit läuft langsam ab...

MEINE MEINUNG
Irgendwie war ich während ich den Film gesehen habe laufend verwirrt, habe ich doch aufgrund des Trailers angenommen,  Carl Van Loon [Robert de Niro] wäre Eddies größter Gegenspieler und um die beiden würde es hauptsächlich gehen. Dem war aber irgendwie gar nicht so. Stattdessen lebt das erste Drittel nur von Eddies neuer Macht, seiner Intelligenz und seinen damit verbundenen heißen Affären und Partys. Kein Problem, als Zuschauer soll man schließlich erfahren, wie alles sein kann, wenn man die Droge für Reichtum und Macht besitzt. Besonders interessant fand ich es jedes Mal, wenn Eddie eine Pille genommen hat und wie die Welt von seinen tristen Farben plötzlich ins Strahlende überging. Alles bekam mehr Farbe und mehr Intensität - eine wirklich sehr gelungene Darbietung der Wirkung der Droge!

Dann beginnt aber das zweite Drittel und da wird es schon komplizierter. Eddie leiht sich Geld von einem dubiosen Mann, der Zinsen verlangt und ihm androht, ihm die Haut über den Kopf zu ziehen, sollte er nicht zahlen. Außerdem wird Eddie von einem anderen Mann verfolgt, als er einen Auftrag von Van Loon annimmt, eine Fusion herbeizuführen. Selbst aber zu diesem Zeitpunkt, als Eddie also einen Job bei Carl annimmt, taucht dieser nicht allzu häufig auf. Das wirkte auf mich irgendwie nicht richtig, wird es doch grade im Trailer so dargestellt, als wäre er eine der Hauptpersonen - ebenso verhält sich das übrigens auch mit Abbie Cornish. Sie wird auf dem Filmplakat erwähnt und kommt im Trailer häufig vor, hat im Film dann aber eher eine Nebenrolle.

Im letzten Drittel nimmt die ganze Handlung dann an Fahrt auf, Eddie bemerkt, was für Schwierigkeiten die Drogen ihm bereiten können und was passiert, wenn er sie absetzt. Ebenso stellt er fest, dass es schon zahlreiche Todesopfer gegeben hat. Allerdings wird es jetzt auch richtig kompliziert, denn der dubiose Geschäftsmann, von dem er sich das Geld geliehen hat, verlangt jetzt die Pillen von ihm und alles läuft auf einen außerordentlich actiongeladenen Showdown hinaus, an dessen Ende dann die letzten Rätselauflösungen stehen, die ich ehrlich gesagt erst kapiert habe, nachdem ich den Wikipedia-Artikel las. Das ist schade.

Dafür muss ich noch einmal besonders die rasanten, aber richtig guten Kamerafahrten durch NYC hervorheben, die Speedzooms haben einem manchmal glatt schwindelig werden lassen, aber sie waren extrem aufregend und wirklich klasse gemacht! Ebenso haben die Schauspieler überzeugt, Robert de Niro als Van Loon natürlich sowieso, Bradley Cooper ist ja nun auch schon sehr bekannt dafür, ein super Schauspieler zu sein [hier sowohl als Penner-Autor wie auch als erfolgreicher Geschäftsmann, und gut aussehen tut er auch noch] und auch Abbie Cornish war sehr überzeugend. Super Auswahl an Darstellern, wirklich!

FAZIT
Eine Filmrolle Abzug gibt es von mir für die leicht verwirrende Story und den so etwas anderes versprechenden Trailer. Da das Script aber nun einfach grandios ist, die Gespräche wahnsinnig authentisch wirken und das Ende auch wirklich klasse war, gibt es von mir 4 Punkte.



   Kommentare:

  1. Gute Rezension. Obwohl ich die ganzen Namen der Schauspieler nicht kenne und eigentlich keinen Plan habe worum es geht :) Der Trailer ist seehr verwirrend und ich check das ganze eigentlich nicht :) Naja ein bisschen schon. Dieses Was würdest du tun am Ende naja es wirkt ein bisschen aufgesetzt, und da ich weiß, dass es mir selbst nicht wärt wäre macht es auch nicht so viel Lust auf den Film, aber es schreckt mich auch nicht ab. Die Bewertung finde ich ziemlich gut :)

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  2. "Was würdest du tun?" bedeute doch, dass jeder in diese lage kommen kann. Nur ein kleiner fehld man kommt nicht mehr aus dem Teufelkreis raus. ich finde "Was würdest du tun?" macht neugierig darauf wie Eddie sich entscheidet und was er mit seinem neuen Leben macht.

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