Back Down to Earth

Die langen Nächte der Stille - Edward van de Vendel

*****
Die Angst vor einer Zurückweisung, die Angst vor zu viel Ruhm und die Angst vor der Einsamkeit - all das spielt in diesem großartigen Roman eine wichtige Rolle. Und noch mehr.


Inhalt:
Tycho ist nicht mehr derselbe, nachdem er nach seiner Zeit mit Oliver wieder nach Hause zurückgekehrt ist. Er zieht aus seinem Elternhaus in eine WG mit der aufgedrehten Vonda, die das genaue Gegenteil von ihm, dem Ruhigen, ist und deren größter Traum es ist, Sängerin zu werden. Als kurze Zeit später auch noch Moritz dazustößt, ist Tychos Leben ausgefüllt, aber irgendwas fehlt, das weiß er.
Denn insgeheim hofft er doch immer noch auf eine Chance für ihn und Oliver.


Meine Meinung:
Ich hätte nie gedacht, dass mich ein solches Buch mal so in den Bann ziehen würde. Aber Tychos Gedanken sind derartig gut, detailliert und intensiv beschrieben, dass ich mich wirklich in ihn hineinversetzen konnte wie in noch kaum eine andere Buchfigur. 

Die anderen Charakter sind ebenso liebevoll gestaltet wie er und sie sind auch nicht die typisch starken besten Freunde, die Helden und immer für ihn da sind, sondern sie haben ihre Schwächen und denken manchmal auch nur an sich - aber gerade das macht sie so liebenswürdig, denn sie sind nicht perfekt. Oder vielleicht auch doch, sie sind perfekt darin, nicht perfekt zu sein. Mich haben besonders die Wandlungen überrascht, die die Figuren durchgemacht haben, denn nie waren sie übertrieben, zu schnell oder gar unglaubwürdig, sondern ich konnte sie jedes Mal nachvollziehen. Das mag auch daran liegen, dass es manchmal nur ganz kleine, langsame Veränderungen waren, die man aber doch gespürt und die die ganze Storyline beinflusst haben. 

Schade nur, dass Oliver in diesem Teil fast nur in Tychos Gedanken, Briefen, Mails und Texten vorkommt, ich hätte ich gern näher kennengelernt, da ich den 1. Teil nicht gelesen habe. Allerdings ist das nicht schlimm, ich denke, dass musste so sein, denn nur so kann man ganz allein Tycho kennenlernen, ohne Oliver. 

Wenn ich den Schreibstil des Autoren beschreiben will, dann denke ich immer an das Wort geschwungen, ich weiß nicht, warum. Er ist durchweg schön und flüssig zu lesen, lässt keine Längen und schon gar keine Langeweile aufkommen. Und die Adjektive sind so toll gesetzt, dass der Stil eindeutig aus der breiten Masse heraussticht. 

Insgesamt gehört dieses Buch zu meinen absoluten Favoriten, ich kann es jedem nur empfehlen.


[Eine etwas ältere Rezension, was man ihr wahrscheinlich auch anmerkt ;)]

   Kommentare:

  1. Schöne Reznsion, ich habe alles erfahren was ich wissen wollte. Aber ich hätte gerne noch etwas mehr über den Inhalt erfahren, auch was du dazu denkst, weil es oo nicht gerade meine Neugier weckt (das wiederspricht sich jetzt irgendwie, aber im großen und ganzen ist diese Rezension gut und klar) Schöne Ostern vllt. guckst du mal bei mir vorbei?

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  2. Danke für den Kommentar, ich werde nochmal gucken, wie ich das verbessern kann :)
    Und sicher würde ich bei dir vorbeischauen, wenn ich denn die Blogadresse hätte...^^

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