Back Down to Earth

Alles, was wir geben mussten

INHALT

Kathy, Tommy und Ruth wachsen in Hailsham auf, einer Art Internat in einer idyllischen Hügellandschaft irgendwo in England. Es scheint eine heile Welt zu sein, in der eine fröhliche Kinderschar auf ihr späteres Leben vorbereitet werden soll. Doch dieses "spätere Leben" wird niemals auch ein normales sein. Denn die überaus freundlichen Lehrer in werden hier als “Wächter” bezeichnet und früh spüren die Kinder, dass mit ihnen irgendetwas anders ist, ihnen ein ganz besonderes Schicksal bevorsteht - sie sind Spender für Menschen, die neue Organe brauchen. Sie wurden aus Originalen wie Prostituierten und Junkies gefertigt und warten im Grunde nur darauf, dass sie spenden.
Ruth, Tommy und Kathy verbindet diese schwerwiegende Last und besonders Letztere verbindet eine tiefe Zuneigung. Doch dann treten zwei von ihnen ihre letzte Spende an...

MEINE MEINUNG
Ich habe mir von diesem Film sehr viel versprochen, da das Buch als das Beste des Jahrzehnts gehandelt wird und die Hauptrollen von Keira Knightley und Carey Mulligan gespielt werden [Andrew Garfield als Tommy finde ich schrecklich, ich kann den Kerl einfach nicht leiden].

Leider wurden meine Erwartungen nur ansatzweise erfüllt. Keira und Carey spielen ihre Rollen beide sehr gut und glaubwürdig, den Schmerz konnte ich nachfühlen, ist die Situation, die sie erleben, doch sehr schwer. Auch Andrew hat gut gespielt, wobei ich allerdings jedes Mal 'Uäh' gedacht habe, wenn er auftauchte.

Den Vorgang mit den Spendern fand ich sehr unzureichend erklärt. Ich fragte mich die ganze Zeit, warum die Menschen, die doch eh nur Kopien von "Abschaum" [wie Ruth sagt] sind, nicht einfach getötet werden, um ihnen dann einfach alle Organe zu entnehmen. Warum wird gewartet, bis sie über 20 oder 30 sind? Es brauchen doch auch Kinder lebensrettende Spenden, wieso also wird es hier so dargestellt, als ob das nur bei Erwachsenen der Fall wäre?

Außerdem wurde nichts darüber berichtet, wie diese Spender entwickelt werden, wie sie ganze Organisation funktioniert, das ganze technische und erklärende wurde einfach weggelassen und stattdessen durch zum Teil sehr langweilende Fokussierung auf die Charaktere ausgetauscht.

Normalerweise mag ich ruhige Filme, die nicht so viel auf Action setzen, sondern melancholisch und schön sind, die zum Nachdenken anregen und einen hinterher noch fesseln und darüber nachdenken lassen. Hier allerdings ist das alles nur langweilig. Im Grunde passiert den ganzen Film über nichts, man kann nicht mal mit den Menschen mitfühlen, weil es so kühl dargestellt wird, wie sie spenden müssen und wie sie sich mit ihrem Schicksal zufrieden geben. Warum kämpfen sie nicht für ein normales Leben? Weshalb lassen sie das alles mit sich machen?

Mich konnte der Film nicht im Geringsten fesseln, das einzig gute daran waren die Schauspieler, die ihre Sache so gut es ging gemacht haben, und das Ende: Da war er nämlich endlich vorbei.
Von mir gibt es 2 Punkte.



   Kommentare:

  1. Hallo! Das Buch hab ich leider nicht gelesen, aber der Film hat mir sehr gefallen. Die Geschichte ist also einzigartig, meine ich.

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  2. Ich bin auch der Meinung, dass die Geschichte einzigartig ist und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das Buch gut ist, aber mir hat die Umsetzung hier einfach nicht gefallen.
    Das ist ja zum Glück Geschmackssache ;)

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